Wenn dir das hier gefiel …
MacTavish & Scott - Das letzte Sanctus
Key Facts
Kritik
Manchmal braucht es nur einen scharfen Verstand und einen Chor, um ein tödliches Geheimnis zu enthüllen – und genau das liefert Gitta Edelmann mit „MacTavish & Scott – Das letzte Sanctus“. Schon die Vorstellung, wie Ùna sich inmitten harmonischer Klänge plötzlich in einen mörderischen Fall verwickelt sieht, sorgt für eine wunderbar unkonventionelle Atmosphäre, die ich so noch nicht in einem Krimi erlebt habe.
Die Handlung hält dich direkt an der Stange: Ein Probenwochenende in einem abgelegenen Herrenhaus wird jäh von einem mysteriösen Todesfall erschüttert. Plötzlich geht es nicht mehr nur um Musik, sondern um Misstrauen, Intrigen und die Suche nach der Wahrheit – und Ùna mittendrin, zwischen Chorproben und scharfsinnigen Ermittlungen. Die Dynamik in der Gruppe ist lebendig geschildert, was die Spannung zusätzlich ankurbelt.
Edelmanns Figuren sind angenehm bodenständig und liebenswert, besonders Ùna mit ihrer Mischung aus Talent und sympathischer Unerschrockenheit. Die Autorin schreibt locker, mit einem Augenzwinkern und dennoch einem feinen Gespür für Details, die die Story glaubwürdig machen. Das Tempo stimmt, die Beschreibungen sind lebendig, ohne zu überladen zu wirken, und die Mischung aus Ermittlungen und persönlichem Chaos macht einfach Spaß.
Kritisch betrachtet hätte ich mir an manchen Stellen noch etwas mehr Tiefgang bei den Nebencharakteren gewünscht – da bleibt mitunter das Potenzial etwas auf der Strecke. Ebenso hätte die Auflösung an manchen Stellen noch einen Tick raffinierter sein können, ohne jedoch den Lesespaß zu mindern.
Wer gerne Krimis mag, die mehr als nur stumpfe Ermittlungsarbeit bieten und denen ein Hauch von skurrilem Alltag und einer Prise Humor nicht fehlt, ist hier genau richtig. „MacTavish & Scott – Das letzte Sanctus“ ist eine charmante Erfrischung auf dem Krimimarkt mit viel Herz und Köpfchen.
Unterm Strich: Ein rundum unterhaltsamer Krimi, der mit sympathischen Protagonistinnen und einer spannenden, ungewöhnlichen Story punktet. Perfekt für alle, die Lust auf einen cleveren, leichtfüßigen Mystery-Thriller mit schottischem Flair haben.
⭐⭐⭐☆☆ (3 von 5 Sternen) – Empfehlenswert für alle, die sich mit Herz und Verstand auf ein musikalisch-mörderisches Abenteuer einlassen möchten.
Klappentext
Um sich in Edinburgh einen neuen Freundeskreis auch außerhalb der Detektei aufzubauen, hat sich Ùna einem Chor angeschlossen. Als Vorbereitung auf das neue Konzert findet ein Probenwochenende in einem alten Herrenhaus im Tweed Valley statt. Doch wird die Harmonie der Sängerinnen und Sängern empfindlich gestört, als eine von ihnen nach einem Sturz stirbt. Schon bald kommt das Gerücht auf, dass dies kein Unfall gewesen sei. Zwischen Chorproben und nicht immer ganz gemütlichem Beisammensein entdeckt Ùna Hinweise, die darauf hindeuten, dass jemand die Mitsängerin aktiv ins Jenseits befördert haben könnte. Und schon steckt Ùna mitten in einem neuen Fall ...
Über die Serie: Finola MacTavish und Anne Scott sind die Lady Detectives von Edinburgh. Gemeinsam mit dem Computergenie Lachie lösen sie die erstaunlichsten Kriminalfälle - und machen mit Herz, Mut und ungewöhnlichen Methoden den Verbrechern der Stadt das Leben schwer. Seit Neuestem haben sie Verstärkung von einer dritten Detektivin. Doch auch in ihrem eigenen Leben geht es mitunter turbulent zu. Wie gut, dass Finola immer die passende Kräutermedizin ihrer Granny zur Hand hat. Und wenn die nicht hilft, dann ein frisch gebackener Cupcake!
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