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Erschienen:
2026-01-19
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Wenn die Kraniche nach Süden ziehen

Kritik

# „Wenn die Kraniche nach Süden ziehen“ von Lisa Ridzén – ein sanftes Buch über das, was wirklich zählt

Schon in den ersten Minuten mit Bo, dem 89-jährigen Protagonisten, fühlt man sich mitten in seinem kleinen Universum aus langen Tagen, treuem Hund und der bitteren Einsamkeit, die der Lebensabend manchmal mit sich bringt. Lisa Ridzén gelingt es hier, ohne großen Pathos, mit so viel Wärme und Witz eine Geschichte zu erzählen, die nicht nur das Herz berührt, sondern auch zum Nachdenken anregt.

Worum geht’s genau? Bo lebt mit dem Schmerz, dass seine Frau in einem Pflegeheim für Demenzkranke untergebracht ist. Seine einzigen Begleiter sind sein Hund Sixten und die gelegentlichen Besuche des Pflegedienstes. Sein Sohn Hans hingegen scheint ihm mehr und mehr zu entgleiten – und stellt dann auch noch die drohende Trennung von Sixten in den Raum. Was für Bo alles andere als nachvollziehbar ist. Diese Situation bringt ihn dazu, auf sein Leben zurückzublicken, auf die kleinen und großen Momente, die ihn geprägt haben.

Bo ist keine dieser fiktiven Figuren, die heldenhaft oder vollkommen wirken – im Gegenteil. Er wirkt echt, rau, verletzlich und auf seine eigene Art liebenswert. Genau das machte das Lesen spannend und emotional zugleich. Und Lisa Ridzéns Schreibstil? Unaufgeregt, klar, dabei so nahbar und warm, dass man fast meint, Bo selbst erzähle einem von seinem Leben. Dabei schafft sie mühelos die Balance zwischen Humor und Tragik. Man lacht leise, nur um kurz darauf mit einem Kloß im Hals zu sitzen.

Kritik? Ja, manchmal hätte ich mir ein paar mehr Szenen mit Hans gewünscht – seine Figur bleibt eher im Hintergrund, und gerade in einem Buch über Beziehungen wäre ein bisschen mehr „Konflikt- und Versöhnungsraum“ spannend gewesen. Auch die ein oder andere Passage wirkt ein kleines bisschen zu reflektiert, fast wie innere Monologe, die etwas Luft zum Atmen vermissen lassen. Aber das sind nur kleine Schönheitsfehler in einer ansonsten so warmherzigen Geschichte.

Mein Fazit: Ein Buch, das mit Leichtigkeit und Tiefe zugleich berührt und sich perfekt eignet für Leser:innen, die sich auf ehrliche, ruhige Erzählkunst freuen und dabei nicht nur die schönen, sondern auch die zerbrechlichen Momente des Lebens schätzen. Ideal für alle, die sich nach einer Geschichte sehnen, die „nur“ vom Leben erzählt – mit seinen Höhen und Tiefen.

Bewertung: 4 von 5 Sternen – weil hier das Herz beim Lesen mitschwingt, auch wenn nicht jede Ecke perfekt austariert ist. Absolute Leseempfehlung für ruhige Abende oder die Bahnfahrt, bei der man gern mal nachdenkt.

Klappentext

Eine dieser Geschichten "die dich zum Lachen und Weinen bringen, die du am liebsten zwanzig Mal kaufen würdest, um sie allen zu schenken, die du liebst." The New Yorker

Bo ist 89 und ihm läuft die Zeit davon. Andererseits ist Zeit wenigstens etwas, das er noch zur Genüge hat. Denn seit seine Frau in einem Pflegeheim für Demenzkranke lebt, sind Bos Tage viel zu lang. Sein Kontakt beschränkt sich auf seinen Hund Sixten und die täglichen Besuche vom Pflegedienst. Hans, sein Sohn, kommt dagegen nur selten vorbei und traut ihm vor allem gar nichts mehr zu. Jetzt will er ihm auch noch den Hund wegnehmen. Dabei braucht Bo seinen geliebten Vierbeiner so dringend wie noch nie. Warum versteht das niemand? Der drohende Verlust seines Hundes bringt Bo dazu, die Schlüsselmomente seines Lebens zu überdenken.
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Ungekürzte Lesung mit Walter Kreye
8h 29min

FAQ

Eine dieser Geschichten "die dich zum Lachen und Weinen bringen, die du am liebsten zwanzig Mal kaufen würdest, um sie allen zu schenken, die du liebst." The New YorkerBo ist 89 und ihm läuft die Zeit davon. Andererseits ist Zeit wenigstens etwas, das er noch zur Genüge hat.…

Ein Buch, das mit Leichtigkeit und Tiefe zugleich berührt und sich perfekt eignet für Leser:innen, die sich auf ehrliche, ruhige Erzählkunst freuen und dabei nicht nur die schönen, sondern auch die zerbrechlichen Momente des Lebens schätzen. Ideal für alle, die sich nach einer Geschichte sehnen, die „nur“ vom Leben erzählt – mit seinen Höhen und Tiefen.

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