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Erschienen:
2025-08-01
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Die Verlorene (Autorisierte Lesefassung)

Kritik

Manchmal sind es die Geschichten, die im Verborgenen schlummern, die uns am meisten berühren. Genau dieses Gefühl begleitet einen durch „Die Verlorene“ – eine emotionale Reise, die Vergangenheit und Gegenwart auf wunderbare Weise miteinander verknüpft. Schon beim ersten Kapitel spürt man, dass hier nicht einfach nur erzählt wird, sondern dass jede Zeile Herz hat.

Im Mittelpunkt steht Laura, die ihre Großmutter Änne besser verstehen will – eine Frau, deren Erinnerungen von Schlesien und vergangenen Sommern geprägt sind, deren wahre Geschichte aber lange im Schatten blieb. Als Änne erkrankt, wird das Schweigen zur Herausforderung, und Laura macht sich auf Spurensuche, die tief in die Familiengeschichte eintaucht. Dabei wird klar: Die Vergangenheit der Mütter prägt die Zukunft der Töchter. Mehr möchte ich gar nicht verraten, denn die Spannung lebt vom Entdecken.

Miriam Georg erzählt mit einer Authentizität und Wärme, die man kaum erwartet. Die Sprache ist dabei locker, modern und absolut zugänglich – ganz ohne schwerfällige Historienlast. Die Charaktere wirken echt, besonders Laura ist eine Figur, mit der man sich schnell identifizieren kann. Es ist ihre Neugier, ihre Unsicherheit und ihr Mut, die diesen Roman lebendig machen. Besonders gut gefallen hat mir, wie Georg es schafft, eine generatonenübergreifende Geschichte so nüchtern und doch einfühlsam zu schildern, dass man als Leserin oder Leser zwischendurch richtig ins Grübeln kommt.

Ein kleiner Kritikpunkt: Hier und da zieht die Handlung etwas, gerade in der Mitte, aber das schmälert den Lesefluss kaum – zumal die Auflösung und die emotionale Tiefe am Ende das locker wettmachen. Außerdem ist das Buch eher eine ruhige, nachdenkliche Geschichte – wer also auf rasante Thriller oder Action hofft, wird vermutlich nicht ganz glücklich.

Fazit: „Die Verlorene“ ist ein Roman für alle, die Lust auf ein berührendes Familienepos mit Tiefgang haben, das zwischen gestern und heute vermittelt und lange nachhallt. Keine schwere Kost, aber auch kein einfacher Spaß – eher eine Einladung, sich mit der eigenen Geschichte auseinanderzusetzen. Definitiv eine Leseempfehlung für Neugierige und Nachdenkliche.

Bewertung: 4 von 5 Sternen

Klappentext

Tanja Fornaro ist Regisseurin und Sprecherin und versteht es auf großartige Weise, aus historischen Stoffen Zeit- und Hörreisen zu machen. Sie hat von Miriam Georg bereits mehrere Hörbücher bei argon gelesen, die eine große Hörer:innenschaft begeistern. Die Vergangenheit unserer Mütter, die Zukunft unserer Töchter: der neue große Roman von Bestsellerautorin Miriam Georg (Elbleuchten). Laura hat ihre Großmutter Änne oft von dem Gefühl des Sommers in Schlesien erzählen hören. Über die Menschen in ihrer Vergangenheit jedoch wollte Änne nie sprechen. Als ihre Großmutter schwer erkrankt, scheint es Laura auf einmal zu spät für all die Fragen, die jahrzehntelang unausgesprochen geblieben sind. Dann macht sie eine Entdeckung, die ein ganz neues Licht auf das Leben der Frau wirft, die ihr so vertraut war. Laura begibt sich auf die Suche nach dem ehemaligen Gutshof ihrer Familie - und stößt nicht nur auf Wahrheiten, die ihr Bild von Änne erschüttern, sondern auch auf weitere Fragen, die noch tiefer in die Vergangenheit führen. Fragen, deren Antworten alles verändern könnten. Emotional, modern, generationsübergreifend: ein Hörbuch, das zum Nachdenken und zum Gespräch anregt.

FAQ

Tanja Fornaro ist Regisseurin und Sprecherin und versteht es auf großartige Weise, aus historischen Stoffen Zeit- und Hörreisen zu machen. Sie hat von Miriam Georg bereits mehrere Hörbücher bei argon gelesen, die eine große Hörer:innenschaft begeistern.…

„Die Verlorene“ ist ein Roman für alle, die Lust auf ein berührendes Familienepos mit Tiefgang haben, das zwischen gestern und heute vermittelt und lange nachhallt. Keine schwere Kost, aber auch kein einfacher Spaß – eher eine Einladung, sich mit der eigenen Geschichte auseinanderzusetzen. Definitiv eine Leseempfehlung für Neugierige und Nachdenkliche.

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