Penny Kingston - Die roten Nashörner von Willow Grove - Die Sweet Crimes Landhauskrimis, Teil 2 (Ungekürzt)
Kritik
Schon beim ersten Kapitel von „Penny Kingston – Die roten Nashörner von Willow Grove“ ist klar: Hier trifft gemütlicher Landhausflair auf einen Krimi, der herrlich unverkrampft daherkommt. Penny, unsere liebenswerte Protagonistin, hat sich in Willow Grove ein neues Leben aufgebaut – mit süßen Torten, einer Prise Schreib-Romantik und... diesen seltsamen roten Nashörnern, die plötzlich überall auftauchen. Klingt skurril? Ist es auch! Und das macht die Geschichte so charmant.
Die Handlung ist ein entspannter, aber spannender Puzzlekrimi – keine hektische Hetzjagd, sondern eher ein genüsslicher Spaziergang durch ein Dorf voller Geheimnisse. Penny, ihre beste Freundin Charlene und der sympathische Konditor Marvin bilden ein sympathisches Trio, das mit Herz und Humor den roten Nashörnern auf die Spur kommt. Ellen Barksdales Schreibstil ist locker, mit einem feinen Gespür für kleine Details, die das Dorfleben lebendig und authentisch wirken lassen. Man liest einfach gern weiter, weil sich alles so natürlich anfühlt – nicht zu konstruiert, nicht zu aufgesetzt.
Besonders gefallen hat mir, wie die Autorin die Balance hält zwischen leichter Unterhaltung und einem echten Krimirätsel, das nach und nach dunklere Noten anschlägt, ohne dabei den Wohlfühlcharakter zu verlieren. Die Figuren wirken liebevoll gezeichnet, mit kleinen Eigenheiten, die sie glaubhaft machen. Und die Atmosphäre im „Sweet Crimes“ Buchcafé? Fast könnte man die Torten riechen!
Klar, ein großer Gewalt- oder Nervenkitzel-Krimi ist das nicht – wer auf blutige Thriller hofft, sucht hier falsch. Manchmal hätte das Tempo ein bisschen flotter sein dürfen, und die roten Nashörner sind schon ein recht eigenwilliges Motiv, das nicht jeden Geschmack treffen wird. Aber genau das macht den Reiz aus: Ein Krimi mit Herz und einem Augenzwinkern.
Fazit: Wer Lust auf eine charmante Cosy-Crime-Reihe hat, die Gemütlichkeit, Humor und Mystery im ländlichen England vereint, ist bei Ellen Barksdale bestens aufgehoben. „Die roten Nashörner von Willow Grove“ sind eine Wohlfühl-Krimi-Entdeckung – ohne grandes Blutbad, aber mit viel Witz und Wärme.
4 von 5 Sternen.