Brautbett
Kritik
Manchmal trifft einen ein Buch genau im richtigen Moment – bei mir war es „Brautbett“ von Sophie Andresky. Wer Lust auf eine freche, unverschämte und dabei überraschend warmherzige Geschichte hat, ist hier goldrichtig. Maya, eine Powerfrau mit Hang zur Erotik, jongliert zwischen Hochzeitsromantik und einer Seitensprungagentur. Klingt schräg? Ist es auch – und das macht richtig Spaß.
Die Handlung bringt eine ordentliche Portion Chaos mit sich: Vertauschte Kundendateien sorgen für brisante Missverständnisse, die nicht nur Magenkrämpfe, sondern auch Lachanfälle provozieren. Maya selbst ist eine großartige Protagonistin – tough, selbstbewusst und dabei authentisch verletzlich. Ihr von Andresky leichtfüßig erzählter, zeitgemäßer Schreibstil zieht einen sofort in die Geschichte, ohne jemals ins Kitschige abzudriften. Besonders erfrischend fand ich, wie offen und direkt „Brautbett“ mit Themen rund um Sexualität umgeht, ohne dabei flach oder billig zu wirken.
Klar, manchmal hätte ich mir gewünscht, dass die Story etwas weniger überdreht und die Nebenfiguren etwas mehr Tiefe bekommen. Der flotte Tonfall bremst gelegentlich die emotionale Intensität, aber das ist eher ein kleines Manko in einem sonst sehr unterhaltsamen Buch.
Fazit: Wer mit Herz und Humor gut gemachte erotische Rom-Coms mag, wird Maya und ihre Chaoswelt lieben. Ein locker-flockiges Lesevergnügen, das mutig Tabus bricht und dabei richtig unterhält.
4 von 5 Sternen – heiß, witzig und ein bisschen verrückt.
Klappentext
Saftig, jung und untervögelt: So fühlt sich Maya, die eine erfolgreiche Hochzeitsagentur betreibt. Um ihrer Libido gerecht zu werden, setzt sie sich in den Pausen gerne nackt vor den Rechner und lässt sich von Sex-Chats befeuern. Alles ändert sich, als Maya erfährt, dass sie eine Seitensprungagentur geerbt hat. Sie beginnt, beide Geschäfte nebeneinander zu führen, gerät aber mit den Kundendateien durcheinander. Bräutigame werden zum Gruppensex statt zum Junggesellenabschied geladen, Bräute finden sich überrascht zu Seitensprungdates ein. Dabei wird es abwechslungsreich. Ob sportlich in der Schaukel, beschwingt im Swingerspa oder maskiert mit Geistervibrator: Sex bildet, ob vor oder nach der Brautnacht.