Wenn dir das hier gefiel …
Krimi Dreierband 3245
Key Facts
Kritik
Wenn du Lust auf einen richtig guten Krimi-Mix hast, der dich von Hamburg bis in mysteriöse Altbauten und dunkle Motive entführt, dann könnte der „Krimi Dreierband 3245“ genau dein Ding sein. Drei Geschichten, drei Autoren, drei spannende Situationen – und jede bringt ihre eigene Würze mit.
Alfred Bekkers „Kommissar Jörgensen und die Peitsche“ punktet mit norddeutschem Flair und einem Ermittler, der mit klarem Kopf und gewohnt hanseatischem Understatement den düsteren Straßen von Hamburg auf den Zahn fühlt. Arthur B. Reeves „Das Haus der 1000 Morde“ bringt das klassische Gefühl alter Krimigeschichten ins Spiel – verworrene Geheimnisse, eine Atmosphäre, die fast greifbar ist, und einen Fall, der sich schön auf mehreren Ebenen entfaltet. Pete Hacketts „Das Mordmotiv war eine alte Schuld“ dagegen zieht den Spannungsbogen mit einem komplexen Geflecht aus Vergangenheit und Gegenwart, das immer wieder kleine Überraschungen bereithält.
Die Hauptfiguren sind gut gezeichnet, ohne ins Klischeehafte abzurutschen. Interessant fand ich, wie jeder Autor seinen eigenen Stil einbringt – von Bekkers schnörkellosem Erzählton über Reeves detailverliebtes Setting bis hin zu Hacketts knackiger, fast schon journalistischer Sprache. Das hält den Band lebendig und abwechslungsreich.
Einziger Wermutstropfen: An manchen Stellen hätte ich mir gewünscht, dass ein bisschen mehr Tiefe oder Tempo drin steckt, gerade bei den Übergängen der einzelnen Geschichten. Manchmal sind die Erzählungen etwas hoppelig, aber das ist wirklich Meckern auf hohem Niveau.
Am Ende bleibt ein Band, der bestens unterhält, wenn du dich gern von verschiedenen Krimistilen überraschen lässt und Lust auf spannende Ermittlungen ohne unnötigen Schnickschnack hast. Für alle, die gerne mal in unterschiedliche Gefilde der Krimiliteratur abtauchen, ist dieser Dreierpack definitiv eine Bereicherung.
4 von 5 Sternen – ein solides Paket für alle Krimifreunde mit Sinn für Vielfalt.