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Was sie nicht weiß
Key Facts
Kritik
Kaum hat man mit „Was sie nicht weiß“ angefangen, ist man auch schon mittendrin in einem ziemlich verzwickten Puzzle aus Geheimnissen und Misstrauen. Shari Lapena versteht es meisterhaft, eine scheinbar perfekte Familie in den Strudel eines nervenaufreibenden Thrillers zu ziehen – und zwar so, dass man nicht mehr aufhören will zu lesen.
Die Geschichte dreht sich um Bryden und Sam, ein Paar, das sich eigentlich nichts sehnlicher wünscht als ein ruhiges, schönes Leben mit ihrer kleinen Tochter Clara. Doch als Bryden eines Abends spurlos verschwindet und scheinbar niemand weiß, wo er steckt, kippt die idyllische Fassade. Sam steht plötzlich nicht nur vor einem Rätsel, sondern auch vor der quälenden Frage, wie gut er seinen Mann wirklich kennt. Wer shu mittendrin steckt, wird erst nach und nach klar. Dabei jongliert Lapena gekonnt mit Spannung und Emotionen und zeigt, dass in einer Beziehung durchaus ein bisschen Dunkelheit lauert.
Die Charaktere sind angenehm nahbar, mit all ihren Schwächen und Unsicherheiten. Das macht das Ganze viel realer und sorgt dafür, dass man auch mal kurz durchatmen will, bevor der nächste Twist zuschlägt. Der Schreibstil ist flüssig, die Kapitel sind knackig kurz – perfekt für Leser, die es gern spannend mögen, ohne ellenlange Ausschweifungen.
Ein kleiner Wermutstropfen: Manche Wendungen sind ein bisschen vorhersehbar, und man wünscht sich hier und da noch ein bisschen mehr Tiefgang in den Figuren, die teilweise etwas klischeehaft bleiben. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau, denn im Großen und Ganzen liefert Lapena einen kurzweiligen Thriller, der einen von der ersten bis zur letzten Seite bei der Stange hält.
Fazit: Wer Lust auf einen gut erzählten, emotionalen und packenden Thriller hat, in dem nichts so ist, wie es scheint, ist bei „Was sie nicht weiß“ goldrichtig. Ein Buch, das sich flott lesen lässt, dabei aber genug Tiefe hat, um nicht bloß oberflächlich zu bleiben. Ich gebe 4 von 5 Sternen – weil Spannung und Tempo stimmen, auch wenn das große Überraschungsmoment etwas zahmer ausfällt als erhofft.
Klappentext
Bryden und Sam sind glücklich verheiratet und haben alles, was sie sich je gewünscht haben: eine schicke Wohnung, erfolgreiche Karrieren, gute Freunde und eine dreijährige Tochter, die sie über alles lieben. Doch eines Abends bekommt Sam einen besorgten Anruf aus dem Kindergarten: Bryden hat offenbar vergessen, die kleine Clara abzuholen. Sam sammelt seine Tochter ein und fährt mit ihr nach Hause. Dort scheint alles in bester Ordnung zu sein: Brydens Auto steht in der Tiefgarage, Schlüssel, Handy und Portemonnaie liegen in der Wohnung. Nur von Bryden selbst fehlt jede Spur ...