Penny Kingston - Der letzte Brief der toten Dame - Die Sweet Crimes Landhauskrimis, Teil 3
Kritik
Schon beim Aufschlagen von „Penny Kingston – Der letzte Brief der toten Dame“ spürt man sofort: Hier erwartet uns ein Cozy Crime mit Herz und einem ordentlichen Schuss Spannung. Penny Kingston, sympathische Liebesromanautorin und stolze Besitzerin eines kleinen Büchercafés in den Cotswolds, stolpert dieses Mal in einen besonders delikaten Fall – den mysteriösen Tod der ältesten Britin, Constance Marriot. Was zunächst nach einem natürlichen Ableben aussieht, entwickelt sich schnell zu einer richtig fesselnden Whodunit-Geschichte, bei der Penny gemeinsam mit ihrer Freundin Charlene und dem ebenso cleveren wie charmanten Detective Lockwood auf Verbrecherjagd geht.
Was den Charme des Buches ausmacht, sind nicht nur der herrlich britische Landhaus-Flair und die liebevoll gezeichneten Figuren, sondern vor allem Ellen Barksdales locker-flüssiger Stil, der das Lesen zum Vergnügen macht. Man fühlt sich sofort heimisch in Penny’s Welt, zwischen süßen Törtchen und verknüpften Buchseiten, die immer wieder für überraschende Wendungen sorgen. Der Plot ist clever konstruiert, ohne überladen zu wirken, und schafft es, Spannung und Humor vielschichtig zu verpacken. Penny selbst ist eine Protagonistin, die man einfach gernhaben muss – ihre Mischung aus neugieriger Spürnase, pragmatischer Denkerin und liebevoller Freundin macht sie greifbar und menschlich.
Natürlich gibt es auch ein kleines „Aber“: Manchmal fliegt Penny ein bisschen zu forsch durch die Handlung, was gelegentlich etwas unrealistisch wirkt – wer macht schon allein einen gefährlichen Alleingang gegen einen mutmaßlichen Mörder? Wer hier allerdings eine tiefgründige Detektivpsychologie erwarten möchte, könnte von der leichten und ziemlich unschuldigen Atmosphäre enttäuscht sein. Die Sweet Crimes bleiben eben Sweet und verzetteln sich nicht in düsteren Abgründen.
Kurzum: Dieses Buch ist genau das Richtige für alle, die es gemütlich, spannend und mit einem Augenzwinkern lieben. Wer sich nach einem Sonntag voller Tee, Kuchen und einem gut gemachten Krimi sehnt, wird hier voll auf seine Kosten kommen. Ellen Barksdale liefert mit Teil 3 ihrer Landhauskrimis ein smartes Lesevergnügen ab, das nicht langweilt, sondern Lust auf mehr macht.
4 von 5 Sternen – eine charmante Krimikost, bei der man gerne in den Cotswolds verweilt und mit Penny auf Spurensuche geht.