Hunter B. Holmes - Studienfach Mord
Kritik
Man steigt direkt in einen clever konstruierten Kriminalfall ein, der nicht nur Spannung verspricht, sondern auch mit einer überraschend lebendigen Atmosphäre überzeugt. Max Gibson, ein beliebter Professor, stirbt während einer Vorlesung – und das Ganze ist kein Unfall. Ab hier nehmen Hunter B. Holmes und sein Partner David Cloverfield das Zepter in die Hand, um Wahrheit und Täter zu entwirren. Daspressive Geflecht aus Geheimnissen, Lügen und Beziehungen, das sich auftut, macht es schwer, eine Pause einzulegen.
Die Figuren sind mehr als bloße Schablonen. Hunter wirkt bodenständig, fast schon sympathisch-routiniert, während David mit seinen kleinen Eigenheiten mehr Persönlichkeit ins Duo bringt. Was mir besonders gefallen hat: Die Dialoge knistern vor Witz und Authentizität, man fühlt sich fast wie bei einem gemütlichen Kaffeekränzchen – wenn da nicht die mörderische Hetze wäre. Die Erzählweise ist flott und treibt die Handlung ohne unnötige Längen voran, was dem Hörbuch-Format total zugutekommt.
Was mich ein kleines bisschen gestört hat, war, dass manche Wendungen etwas vorhersehbar blieben und sich hier und da eine Prise mehr Tiefgang in den Charakteren gewünscht hätte. Aber ehrlich gesagt: Das nimmt dem Hörvergnügen kaum den Schwung.
Wenn du Lust auf einen modernen, temporeichen Krimi hast, der mit einem charmanten Ermittlerpaar punktet und dir ein paar Stunden mit Spannung und Charme beschert, bist du hier genau richtig. Für alle, die es gern ein bisschen leichter und mit einem Augenzwinkern mögen, ist „Hunter B. Holmes – Studienfach Mord“ definitiv eine gute Wahl.
Bewertung: 4 von 5 Sternen