Cover Eine Geschichte des Römischen Reiches in 21 Frauen (Ungekürzt)
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Autor:
Erschienen:
2024-10-28
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Eine Geschichte des Römischen Reiches in 21 Frauen (Ungekürzt)

Kritik

Manchmal braucht es einfach einen frischen Blick, um alte Geschichten lebendig – und vor allem menschlich – zu machen. Genau das gelingt Emma Southon in „Eine Geschichte des Römischen Reiches in 21 Frauen“ auf beeindruckende Weise. Statt sich in den üblichen Machtkämpfen der Männer um Kaiserthron und Legionen zu verlieren, öffnet sie die Tür zu den Frauen, die Rom genauso geprägt haben. Und ja, das ist ein echter Gamechanger.

In diesem Buch begleiten wir 21 bemerkenswerte Frauen durch das gewaltige Römische Reich: von Hispala Faecenia, einer mutigen Sexarbeiterin, die eine Verschwörung auffliegen lässt, bis zu Septimia Zenobia, die sich nicht mit maroden und furchtlosen Kaisern zufrieden gibt und selbst die Zügel in die Hand nimmt. Southon nimmt uns mit auf eine Reise, die nicht nur Historie, sondern auch Leben, Liebe, Intrigen und katastrophale Vulkanausbrüche voller Wucht und Farbe zeigt. Keine seitenlange Aufzählung von Schlachten, sondern Geschichten, die berühren, wütend machen und zum Schmunzeln bringen.

Der Schreibstil? Ein absoluter Glücksgriff. Klug, pointiert, mit einem angenehmen Schuss Humor, der die teils trockenen Fakten so verpackt, dass selbst ich als Geschichtslaie mehr als einmal dachte: „Wow, das kannte ich so gar nicht!“ Southon scheut sich nicht, patriarchale Strukturen offenzulegen und dabei trotzdem nicht ins belehrende Lager abzurutschen. Das macht das Ganze umso lebendiger und nahbar. Ihre Figuren treten klar und farbig hervor, sie sind keine stoischen Monumente, sondern echte Persönlichkeiten mit Ecken, Kanten und manchmal verdammt viel Mut.

Kritikpunkt? Manchmal hätte ich mir noch ein wenig mehr Kontext gewünscht, wenn man die Frauen ganz tief in die politische Lage ihrer Zeit stellen will. Wer wenig Vorwissen über Rom mitbringt, muss also manchmal kurz umschalten. Aber hey, das ist Jammern auf hohem Niveau, und der lockere Ton zieht einen gut durch das Buch.

Fazit: Ein Buch, das Geschichte nicht neu erfindet, aber mit Herz und Verve neue Perspektiven auf staubige Schulbücher wirft. Wer Lust auf spannende Biografien, weibliche Power und eine Prise Humor hat, ist hier genau richtig. Für alle, die mehr wollen als die altbekannten Männergeschichten – unbedingt lesen!

Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen.

Klappentext

Das Römische Reich endlich aus weiblicher Sicht. Lasst uns das Drehbuch des Römischen Reiches zerreißen: Genug von Brüdermördern, Frauenräubern und Kriegsspektakel! Die Geschichte Roms ist so viel mehr: Mit Emma Southon entdecken wir, wie die Sexarbeiterin Hispala Faecenia eine Verschwörung aufdeckt, wir lernen die klügste Geschäftsfrau von Pompeji kennen, während wir die wunderbare Aussicht auf den Vesuv genießen (was kann da schon schiefgehen?), und wir begleiten Septimia Zenobia, die - nachdem sie mit ansehen musste, wie inkompetente, psychopathische und inkompetent-psychopathische Kaiser das Imperium fast zerstörten - das einzig Logische tut: Sie erklärt sich selbst zur Kaiserin ... Southon folgt 21 Frauen in Krieg, verbotener Liebe und Naturkatastrophen (sowie der einen oder anderen bacchantischen Orgie) und zeigt uns ein neues Gesicht des Reiches, das wir so gut zu kennen glaubten. "Southon zeigt, wie Frauen unglaublich häufig aus der römischen Geschichte getilgt wurden ... Römische Frauen waren immer da - jetzt müssen wir dafür sorgen, dass ihre Geschichten erzählt werden." BBC History "Wo war Emma Southon, als ich römische Geschichte studierte?" Laura Shepperson "Klug, frech und erfrischend feministisch. Dieses Buch verdient einen Platz in den Regalen der Bibliotheken, um die patriarchalischen Sachbuchsammlungen auszugleichen. Wir brauchen mehr Geschichtsschreibungen wie diese." Booklist "Emma Southon hat die erstaunliche Fähigkeit, alles, was man über die römische Geschichte zu wissen glaubte, auf den Kopf zu stellen, neu auszurichten und neu zu zeigen, während sie einen gleichzeitig zum Lachen bringt, weil sie, offen gesagt, urkomisch ist. 'Eine Geschichte des Römischen Reiches in 21 Frauen' ist das Geschichtsbuch, von dem ich nicht wusste, dass ich es brauche - ein sofortiger Klassiker." Jane Draycott "Dies ist nicht nur ein Buch über das Leben historischer Frauen, sondern eines über die Geschichte des Frauseins." The Times Literary Supplement

FAQ

Das Römische Reich endlich aus weiblicher Sicht. Lasst uns das Drehbuch des Römischen Reiches zerreißen: Genug von Brüdermördern, Frauenräubern und Kriegsspektakel!…

Ein Buch, das Geschichte nicht neu erfindet, aber mit Herz und Verve neue Perspektiven auf staubige Schulbücher wirft. Wer Lust auf spannende Biografien, weibliche Power und eine Prise Humor hat, ist hier genau richtig. Für alle, die mehr wollen als die altbekannten Männergeschichten – unbedingt lesen! Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen.

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