Wenn dir das hier gefiel …
Stalker – Er will dein Leben.
Key Facts
Kritik
Manchmal gibt es Bücher, bei denen man sich von der ersten Seite an gefangen fühlt – „Stalker – Er will dein Leben.“ von Arno Strobel gehört definitiv dazu. Schon der Gedanke, dass jemand nicht nur dein Leben, sondern deinen kompletten Schutzraum infiltriert, macht richtig unruhig. Eric Sanders steht kurz vor seinem großen Durchbruch als Schauspieler, alles läuft super – bis da plötzlich ein unheimlicher Stalker auftaucht und seine Welt auf den Kopf stellt. Ohne großes Tamtam nimmt die Bedrohung immer mehr Formen an, zuerst digital, dann ganz real. Das hat mich direkt mitgerissen, weil Strobel den Alltag und die Unsicherheit so nahbar miteinander verbindet.
Eric als Hauptfigur ist kein cooler Detektiv-Superheld, sondern ein Typ, der sich echt und verletzlich zeigt. Man kann sich gut in ihn hineinversetzen, gerade wenn er langsam begreift, dass es nicht nur um ihn, sondern auch um seine Liebsten geht. Der Schreibstil ist flott und klar, genau richtig für einen Psychothriller, der keine Sekunde Luft zum Durchatmen lässt. Ich habe Strobel schon wegen seiner knackigen Spannungsgeneratoren geschätzt, und hier macht er das wieder super – er jongliert geschickt mit Erinnerungen und Andeutungen, sodass man ständig miträtseln will.
Klar, manchmal hätte ich mir gewünscht, dass bestimmte Wendungen ein bisschen unerwarteter kommen oder dass einige Figuren mehr Tiefgang bekommen. Hier und da wirkt’s ein bisschen zu geradlinig, aber das schmälert kaum den Lesespaß. Es ist eben kein Highbrow-Literaturwerk, sondern ein spannungsgeladener Nervenkitzel, den man prima an einem Wochenende wegschmökern kann.
Kurz gesagt: Wer auf Thriller mit ordentlich Psychospannung, einer Prise Identitätskrise und einer gehörigen Portion „Was zur Hölle passiert hier eigentlich?“ steht, liegt mit „Stalker – Er will dein Leben.“ goldrichtig. Ein packendes Buch, das einen nicht mehr loslässt – 4,5 von 5 Sternen.
Klappentext
Der neue Psycho-Thriller von Nr.1-Bestseller-Autor Arno Strobel
Eric Sanders spürt, dass diese Rolle seine große Chance ist. Und er soll recht behalten: Die Resonanz auf seine schauspielerische Leistung im Münchner Tatort ist rundum positiv, seine Bekanntheit wächst, seine Followerzahlen auf Social Media steigen.
Bis plötzlich jemand anfängt, sich für ihn auszugeben. Seine Identität zu übernehmen, sich in sein Leben zu drängen. Zunächst digital, dann in Person.
Eric fühlt sich massiv bedroht, kann es sich nicht erklären.
Bis die Nachricht bei ihm eintrifft: Gestehe den Mord, oder alle, die du liebst, werden sterben. Und Erinnerungsfetzen auftauchen.
Was hat er getan? Damals, als er gerade einmal elf Jahre alt war.
»Strobel ist ein Meister der Spannung« Konstanze Führlbeck, WAZ