Mord und Limoncello: Ein Gardasee-Krimi
Kritik
# Mord und Limoncello: Ein Gardasee-Krimi – Spannung mit einem Schluck Zitronenlikör
Kaum hatte ich Mord und Limoncello aufgeschlagen, war ich sofort mitten drin in einer Geschichte, die Sonne, Spannung und eine Prise italienischen Charme so lässig kombiniert, dass man sich fühlt, als würde man mit Commissario Fabio Angelotti am Gardasee sitzen – natürlich mit einem Glas Limoncello in der Hand. Die Atmosphäre des malerischen Limone hat mich sofort gepackt, und das hat mich dranbleiben lassen.
Die Handlung dreht sich um den Schock: Ein deutscher Kriminalbeamter wird während seines Urlaubs erschossen, und neben dem ungelösten Mord lastet da noch ein düsteres Geheimnis aus der Mussolini-Zeit in der Luft. Fabio Angelotti, unser örtlicher Ermittler, schrubbt nicht nur seine Dienstmütze, sondern schnuppert auch näher an der schönen Witwe Charlotte herum – denn die grünäugige Dame gibt dem Fall eine persönliche Note. Zusammen machen sie sich auf, das Rätsel zu knacken, und die Ermittlungen führen tiefer in die Vergangenheit, als man es zunächst vermutet.
Was mir besonders gefallen hat, ist Horns lebendige Erzählweise: Sie schafft es, Spannung und Lokalkolorit zu verbinden, ohne dass sich der Krimi zu ernst oder gar trocken anfühlt. Die Figuren wirken authentisch, gerade Fabio mit seiner Mischung aus Pflichtbewusstsein und sympathischer Schlagfertigkeit hat Charme. Zwischendrin gibt es immer mal wieder diese kleinen Momentaufnahmen am See, die den Krimi nicht nur spannend, sondern auch richtig lebendig machen.
Klar, manchmal ist der Plot vielleicht nicht ultraschockierend originell – ein deutscher Urlauber, der in Italien ermordet wird und dabei alte Historien mitbringt, das kennt man. Und ein bisschen mehr Tiefgang bei Charlottes Figur hätte ich mir gewünscht; sie bleibt teils etwas blass. Aber hey, dafür punktet das Buch mit seiner unaufdringlichen Leichtigkeit und einem angenehm flüssigen Stil.
Fazit: Wer Lust auf einen Urlaubs-Krimi hat, der nicht nur mit Verdacht, Spannung und einem bisschen Romantik, sondern auch mit mediterranem Flair punktet, ist hier genau richtig. Mord und Limoncello macht Spaß und zeigt: Krimi kann auch entspannt und genussvoll zugleich sein.
Bewertung: 4 von 5 Sternen – Ein charmant-amüsanter Gardasee-Krimi, der sich perfekt für die nächste Lesepause eignet.