Wenn dir das hier gefiel …
Kommissar Dampfmoser und sein neuer Fall: Alpenkrimi: Kommissar Dampfmoser ermittelt 21
Key Facts
Kritik
Schon beim ersten Satz hat mich „Kommissar Dampfmoser und sein neuer Fall“ in seinen Bann gezogen – dieser Kontrast aus idyllischer Alpenkulisse und brutalem Mord schafft sofort eine Atmosphäre, die fesselt und neugierig macht. Der Mord an Hotelier Xaver Brunninger katapultiert Kommissar Ludwig Dampfmoser mitten hinein in ein dichtes Geflecht aus Familiengeheimnissen, verborgenen Wunden und dunklen Motiven. Die Figuren sind allesamt vielschichtig und glaubwürdig: Dampfmoser selbst ist kein abgehobener Ermittler, sondern ein bodenständiger Typ, der mit Herz und Verstand ermittelt – das macht ihn sympathisch und nahbar zugleich.
Robert Gruber versteht es, die Spannung langsam, aber stetig aufzubauen und die kleine Dorfgemeinschaft lebendig werden zu lassen. Besonders gefiel mir, wie er es schafft, dass die Alpen nicht nur Kulisse, sondern regelrecht Charakter werden – eine Mischung aus Schönheit und Bedrohlichkeit. Sein Schreibstil ist locker, unkompliziert und trotzdem präzise, wodurch sich das Buch flott lesen lässt, ohne dass man das Gefühl hat, auf Kosten der Tiefe abzurutschen.
Klar, ein paar Wendungen sind etwas vorhersehbar und der Schluss hätte für meinen Geschmack ein Quäntchen mehr Überraschung vertragen können. Auch das Tempo bleibt an manchen Stellen etwas behäbig, was eingefleischte Thriller-Fans vielleicht ein wenig ausbremst. Trotzdem: Wer Lust auf einen bodenständigen, mit viel Herzblut erzählten Alpenkrimi hat, wird hier bestens bedient.
Alles in allem ein schöner, atmosphärischer Krimi, der sich perfekt eignet, um beim Lesen in eine spannende Welt voller Geheimnisse abzutauchen. Für Fans von regionalen Geschichten mit familiären Verstrickungen ist das Buch ein echter Volltreffer.
Bewertung: 4 von 5 Sternen