Eine düstere Prophezeiung - Nathalie Ames ermittelt. Tee? Kaffee? Mord!, Folge 37 (Ungekürzt)
Kritik
Eine düstere Prophezeiung - Nathalie Ames ermittelt. Tee? Kaffee? Mord!, Folge 37
Von Ellen Barksdale
Wer könnte bei einem spannenden neuen Fall aus dem idyllischen Earlsraven widerstehen? Kaum hatte ich den Titel „Eine düstere Prophezeiung“ gelesen, fühlte ich mich sofort mitten im Geschehen. Ein loderndes Feuer, ein mysteriöser Todesfall und natürlich Nathalie Ames – die charmant neugierige Heldin, die mir direkt ans Herz gewachsen ist.
Im Zentrum steht Nathalie, die gerade erst das Black Feather, ein behagliches Café, von ihrer verstorbenen Tante geerbt hat – samt deren Geheimsache: Kriminalfälle lösen. Dieses Mal trifft der Fall ins Schwarze: Im Black Feather brennt es, und ein toter Mann wird in den Flammen gefunden. War es wirklich Unfall oder steckt da mehr dahinter? Gemeinsam mit ihrer verlässlichen Köchin Louise, die ein spannendes Agentinnen-Vergangenheitstalent mitbringt, stürzt sich Nathalie in die Ermittlungen – inklusive aller skurrilen Dorf-Charaktere und einer Wahrsagerin, die für so manche Überraschung sorgt.
Der Schreibstil von Ellen Barksdale ist genau richtig: leicht, nicht überladen, aber stets lebendig und mit einer Prise britischem Humor gewürzt. Ich mochte besonders, wie authentisch und sympathisch die Figuren rüberkommen – man fühlt sich fast wie Teil der kleinen Gemeinschaft in Earlsraven. Die Balance zwischen gemütlichem Dorfleben und aufregender Kriminalgeschichte trifft den Nagel auf den Kopf. Spontan musste ich oft schmunzeln oder habe beim Miträtseln mitgefiebert.
Kleinere Schwächen? Manchmal hätte die Handlung etwas knackiger sein dürfen – einige Szenen ziehen sich ein bisschen in die Länge und das Tempo könnte stellenweise mehr Pepp vertragen. Aber das stört kaum, weil man so gerne bei Nathalie und Louise bleibt.
Für alle, die Lust auf einen gemütlichen Cozy-Krimi mit sympathischen Figuren, einer Portion britischer Eskapaden und einem Hauch Mystery haben, ist „Eine düstere Prophezeiung“ ein Volltreffer. Wer genau jetzt ein kleines Lese-Abenteuer mit verhängnisvollen Geheimnissen und herzlicher Dorfgemeinschaft sucht, sollte hier zugreifen.
Mein Fazit: Ein unterhaltsamer Krimi, der trotz kleiner Längen Spaß macht und Charaktere bietet, die man nicht so schnell vergisst.
Bewertung: ★★★★☆ (4 von 5 Sternen)