Wenn dir das hier gefiel …
Bretonische Nächte
Key Facts
Kritik
Kaum hat man „Bretonische Nächte“ aufgeschlagen, fühlt man sich sofort mitten in die raue Schönheit der Bretagne versetzt – mit all ihren Geheimnissen und den Menschen, die dort ebenso eigenwillig wie herzlich sind. Jean-Luc Bannalec versteht es wieder meisterhaft, diese besondere Atmosphäre einzufangen und mit einem spannenden Kriminalfall zu verweben.
Diesmal steht Commissaire Dupin vor einem Fall, der ihn und sein Team tief berührt: Ein tödliches Familiengeheimnis und ein lebensgefährlich verletzter Inspektor sind nur der Anfang einer Reihe rätselhafter Ereignisse. Der Spannungsbogen wird dabei mit einer guten Portion Lokalkolorit und einem Einblick in die Eigenheiten bretonischer Familienstrukturen gewürzt. Wer Lust auf eine Kombi aus spannender Ermittlungsarbeit und atmosphärischem Setting hat, wird hier definitiv fündig.
Dupin bleibt wie gewohnt sympathisch und unaufgeregt – kein wortgewandter Actionheld, sondern eher jemand, mit dem man gern einen Kaffee trinken und über das Leben plaudern würde, während sich die Geschichte um ihn herum zuspitzt. Der Schreibstil ist flüssig, locker und hat genau das richtige Maß an Detail, ohne dass es je langweilig oder zu ausschweifend wird. Das Schöne: Trotz richtig gutem Tempo verpasst man nicht die kleinen, liebevollen Beschreibungen von bretonischem Alltag, Landschaften und selbst kulinarischen Spezialitäten – das macht das Buch zu einem echten Wohlfühlkrimi für alle, die beim Lesen dem Alltag entfliehen wollen.
Aber ehrlich gesagt: Gerade gegen Ende hätte das Tempo hier und da gern noch einen Tick knackiger sein dürfen. Manche Nebenhandlungen ziehen sich etwas, was die Spannung kurzzeitig dämpft. Und ein paar der Figuren bleiben leider etwas blass – da hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht, gerade weil der Fall so emotional geladen ist.
Unterm Strich überzeugt „Bretonische Nächte“ als atmosphärischer, liebevoll erzählter Kriminalroman mit starken Charakteren und einer guten Portion lokaler Würze. Wer nicht nur auf schnellen Nervenkitzel, sondern auch auf eine Portion Flair und Herz steht, liegt hier genau richtig.
★★★★ – Empfehlenswert für alle Bretagne-Fans und Krimileser mit Sinn fürs Besondere.
Klappentext
Während auch noch im Oktober die Sonne vom Himmel strahlt und die Nächte lau sind, ereilt Inspektor Kadeg ein schwerer Schicksalsschlag. Seine Lieblingstante stirbt. Doch damit nicht genug. Der Inspektor wird auf ihrem Anwesen angegriffen und lebensgefährlich verletzt.
Dupin und sein Team sind zutiefst bestürzt und suchen fieberhaft nach möglichen Gründen für die Tat. Schon bald häufen sich die Merkwürdigkeiten. Was hat es mit den sensationellen Vogelsichtungen an der Côte des Légendes auf sich, die Kadegs Tante kurz vor ihrem Tod notierte? Und welche Geheimnisse verbergen die anderen Familienmitglieder?
Im wilden bretonischen Norden, zwischen rauem Atlantik und betörenden Apfelwiesen, entwickelt sich ein vertrackter und höchst persönlicher Fall für Commissaire Dupin. Der 11. Band der erfolgreichen Bretagne-Krimi-Reihe entführt die Leser in eine Welt voller Rätsel, regionaler Eigenheiten und kulinarischer Köstlichkeiten.
»Trotz des raschen Tempos der Ermittlungen bleibt […] genug Raum für die Schilderungen der Bretagne und ihrer eigenwilligen Einwohner – Bannalec liebt beide offenbar sehr. Und er beschreibt so schön, dass sich der Leser wünscht, selber Bretone zu sein.« Westdeutsche Zeitung
In den fesselnden Geschichten von Jean-Luc Bannalec um Kommissar Dupin in der Bretagne findet man die perfekte Urlaubslektüre: Durch humorvolle Erzählkunst und ein Auge für das lokale Umfeld lässt Bannalec seine Leser die frische Atlantikbrise der Bretagne förmlich riechen.
Die Krimi-Bestseller aus der Bretagne sind in folgender Reihenfolge erschienen:
Bretonische VerhältnisseBretonische BrandungBretonisches GoldBretonischer StolzBretonische FlutBretonisches LeuchtenBretonische GeheimnisseBretonisches VermächtnisBretonische SpezialitätenBretonische IdylleBretonische NächteBretonischer RuhmBretonische SehnsuchtBretonische Versuchungen
Die Bücher erzählen eigenständige Fälle und können unabhängig voneinander gelesen werden.