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Autor:
Erschienen:
2026-05-01
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Hope Joanna (Ungekürzte Autorenlesung)

Kritik

Manchmal stolpert man über eine Geschichte, die genauso schräg, spannend und überraschend ist wie das Leben selbst – Hope Joanna ist so ein Fall. Horst Evers nimmt uns mit in die vielschichtige Welt einer jungen Frau, die vom olympischen Taekwondo-Traum zur Berliner Polizeiarbeit wechselt und plötzlich in einen Strudel aus Gewalt, rechten Verschwörungen und einer abenteuerlichen Suche nach einem mysteriösen Artefakt gerät. Klingt nach einer wilden Mischung? Ist es auch – und genau das macht richtig Laune beim Zuhören.

Hope Joanna Marlow ist keine klassische Heldin, sondern eine Frau, die mit sehr realen Dilemmata ringt: zwischen Ost und West, zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen persönlichem Glück und öffentlichem Druck. Ihre Figur wirkt authentisch, tough, mit dem nötigen Ecken und Kanten, die man einer echten Polizistin eben zutraut. Der Sound von Evers‘ Erzählstimme verleiht dem Ganzen zusätzlich eine lockere, aber niemals flache Atmosphäre. Sein Erzählstil ist humorvoll, spitzfindig und immer mit einem Augenzwinkern, was der ernsten Thematik eine charmante Leichtigkeit verpasst.

Besonders gut gefiel mir, wie die Story nicht nur auf Thriller-Elemente setzt, sondern auch ein Bild von Berlin zeichnet, das deutlich mehr ist als Klischee. Das Zusammenspiel aus aktueller Gesellschaftskritik und einer guten Portion Skurrilität macht das Hörbuch zu einem echten Erlebnis. Allerdings hat die Erzählung hin und wieder kleine Längen, an denen man merkt, dass die ungekürzte Version sie auch definitiv mitbringt – ein bisschen mehr Straffung hätte dem Tempo gutgetan.

Wer also Lust auf einen ungewöhnlichen Mix aus Spannung, Politik und einem ordentlichen Schuss Berliner Mentalität hat, sollte hier unbedingt reinhören. Kurz gesagt: Die ungekürzte Autorenlesung von Hope Joanna ist eine sympathische Überraschung, die mit Herz und Hirn erzählt wird – perfekt für alle, die keinen Bock auf schnöden Durchschnittreigen haben.

4 von 5 Sternen – für einen wendungsreichen, lebendigen Thriller mit Ecken, Kanten und einer ordentlichen Portion Berliner Schnauze.

Klappentext

Geboren am 9. November 1989, am Tag des Mauerfalls. Benannt nach dem Eddy-Grant-Song, der damals in der Charité im Radio lief. Der Vater Westberliner, die Mutter aus dem Osten, die Tochter das Beste aus beiden Welten: Hope Joanna Marlow. Um als Taekwondo-Kämpferin eine Olympiachance zu haben, wurde sie Polizistin. Olympia ist nun Vergangenheit, die Berliner Polizei Gegenwart. Ein Handyvideo, in dem zu sehen ist, wie Hope Joanna vier gewalttätige Räuber vor einem Späti überwältigt, macht sie zur Heldin wider Willen. Doch noch bevor sie sich gegen ihren Ruhm wehren kann, versetzt eine mysteriöse Mordserie die Stadt in Aufruhr. Ein rechtsradikaler Baron und seine Gefolgsleute scheinen davon überzeugt, dass der legendäre, seit Kriegsende verschollene letzte Brief Adolf Hitlers eben nicht nur eine Legende ist. Existiert dieses Schreiben, dem ein sagenumwobenes Elixier beigelegt gewesen sein soll, möglicherweise tatsächlich? Schnell findet sich die junge Kommissarin Hope Joanna Marlow in einer tödlichen Parallelwelt wieder, deren rasender und vollkommener Irrsinn nur noch von der Realität übertrumpft wird.

FAQ

Geboren am 9. November 1989, am Tag des Mauerfalls.…

Wenn du Lust auf einen spannenden Page‑Turner hast, ist das ein guter Start.

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