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Erschienen:
2026-05-05
Preis:
7,99 € (EUR)
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Die Vernehmung

Kritik

Manchmal reicht ein einziges Gespräch, um die Welt aus den Angeln zu heben – genau das passiert in „Die Vernehmung“. Die Atmosphäre im Verhörzimmer ist so dicht, dass man als Leser*in regelrecht reingezogen wird und zwischen Wahrheit und Täuschung kaum noch unterscheiden kann. Roland Hebesberger hat hier einen Thriller erschaffen, der vor allem durch die ungewöhnliche Prämisse lebt: Eine Zeugin behauptet, einen Mord gesehen zu haben, der noch gar nicht geschehen ist. Klingt erst mal nach Science-Fiction, wird aber schnell zu einem packenden Psychoduell voller Zweifel, Machtspielchen und intensiver Emotionen.

Im Zentrum steht Hauptkommissarin Lisa Seifert, eine junge, ehrgeizige Ermittlerin, die sich trotz aller Skepsis tief in die Vernehmung stürzt. Neben ihr agiert der Verhaltensanalyst Jan Theurer, dessen analytischer Blick eine spannende Ergänzung liefert und dem Fall die nötige Tiefe verleiht. Die Figuren wirken glaubwürdig, bekommen Raum zur Entfaltung und tragen den Plot mit stetig wachsender Spannung. Besonders gefallen hat mir, wie Hebesberger die psychologischen Feinheiten der Zeugin – und des gesamten Ermittlerteams – einfängt, ohne sich im Fachchinesisch zu verlieren. Das macht das Lesen nicht nur fesselnd, sondern auch überraschend leicht zugänglich.

Der Schreibstil ist direkt und klar, gleichzeitig aber atmosphärisch genug, um die düstere Stimmung Berlins im November 1999 lebendig werden zu lassen. Einzig die manchmal etwas zu holprigen Zeitsprünge haben mich kurz aus dem Lesefluss gerissen. Ein bisschen mehr Feinschliff in der Struktur hätte den Sog noch verstärkt. Auch die mediale Begleiterscheinung der „Todesbringerin“-Berichterstattung fühlt sich an einigen Stellen etwas zu konstruiert an, wirkt dennoch als spannendes Element des Drucks, unter dem alle Beteiligten stehen.

Wer Lust auf einen intelligenten, psychologisch durchdachten Thriller hat, der nicht nur auf brutale Action, sondern auf Spannung im Kopf setzt, sollte „Die Vernehmung“ definitiv auf den Schirm nehmen. Perfekt für alle, die bei Krimis gern auch mal hinter die Fassade schauen und miträtseln wollen, ohne sich durch unnötige Längen zu kämpfen.

4 von 5 Sternen – ein spannender Thriller, der besonders durch seinen cleveren Plot und die facettenreichen Figuren überzeugt. Ein echter Tipp für alle Fans von profilierten Geschichten mit Tiefgang.

Klappentext

»Die Zeugin hat einen weiteren Mord vorausgesagt.«

Berlin, November 1999: Das Millennium steht kurz bevor. Doch während sich die Menschen nichtsahnend auf die Neujahrsfeier vorbereiten, sitzt eine Zeugin im Vernehmungszimmer. Ivonne Becker hat einen Mord beobachtet und möchte nur mit einer Person über ihre Beobachtungen sprechen – mit Hauptkommissarin Lisa Seifert. Als die junge ambitionierte Polizistin die Vernehmung beginnt, wird schnell klar, dass es sich hier nicht um einen Standardfall handelt, denn Ivonne Becker gibt an, einen Mord gesehen zu haben, der noch nicht geschehen ist.
Während Lisa krampfhaft versucht, sich einen Reim auf die Geschehnisse zu machen, kämpft der Verhaltensanalyst Jan Theurer damit, ein Täterprofil zu erstellen. Mehrere Obdachlose wurden brutal ermordet, aber es gibt keine Spur. Frustriert über den Stillstand in seinen Ermittlungen kommt ihm die Anfrage einer anderen Direktion genau recht, denn genau diese bringt ihn auf eine Spur und zu Lisa Seifert. Obwohl sich Jan offiziell nicht in diesen Fall einmischen soll, beginnt er insgeheim mit Hauptkommissarin Seifert zusammenzuarbeiten. Als der durch Ivonne vorhergesehene Mord schließlich geschieht, während sie in der Vernehmungszelle sitzt, gerät Lisa in einen Strudel aus Wahrheit und Lügen, der sich immer schneller zu drehen beginnt. Die Zeitungen haben von der Zeugin erfahren, taufen sie »Die Todesbringerin« und setzen die Polizei mit ihrer Berichterstattung unter Druck. Der Schlüssel liegt darin, die Zeugin zu durchschauen, denn die Wahrheit liegt im Vernehmungsraum und die Einzigen, die sie ans Tageslicht bringen können, sind Seifert und Theurer. Sie müssen das Rätsel schnell lösen, denn die nächsten Opfer stehen bereits fest.

»Die Vernehmung« ist ein packender Thriller, der die Abgründe der menschlichen Psyche ins Detail analysiert und damit die Profiler-Crime-Reihe »Seifert und Theurer« mit einem Knall einleitet.

FAQ

»Die Zeugin hat einen weiteren Mord vorausgesagt.«Berlin, November 1999: Das Millennium steht kurz bevor. Doch während sich die Menschen nichtsahnend auf die Neujahrsfeier vorbereiten, sitzt eine Zeugin im Vernehmungszimmer.…

Besonders gefallen hat mir, wie Hebesberger die psychologischen Feinheiten der Zeugin – und des gesamten Ermittlerteams – einfängt, ohne sich im Fachchinesisch zu verlieren. Das macht das Lesen nicht nur fesselnd, sondern auch überraschend leicht zugänglich.

Wenn du Bücher, Krimis und Thriller, Polizeiromane magst, bekommst du hier einen schnellen Einstieg.

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