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Erschienen:
2026-02-11
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Es war einmal ein Land. Warum sich der Osten von der Demokratie verabschiedet

Kritik

Wer sich fragt, wie ein Traum von Aufbruch und Hoffnung am Ende so bitter enttäuscht werden kann, wird in Jana Hensels neuem Buch fündig – und zwar auf eine Weise, die unter die Haut geht. Schon beim ersten Blättern spürte ich: Hier wartet kein platter Ost-West-Vergleich, sondern eine kluge, ehrliche Bestandsaufnahme, die einen nicht so schnell loslässt.

Hensel nimmt uns mit auf eine Reise durch die letzten 35 Jahre ostdeutscher Geschichte und zeigt, wie aus linken Aufbrüchen eine wachsende Enttäuschung wurde, die viele Menschen am Ende von der Demokratie entfremdete. Dabei geht es nicht um abstrakte Zahlen oder politische Theorien, sondern um Menschen – um Mütter, Väter, Töchter, Söhne, um Familien und Schicksale, die Hensels Blick sehr persönlich machen. Ihr Stil ist dabei angenehm nahbar, ohne dabei zu sehr zu simplifizieren: Klare Worte, pointierte Beobachtungen, immer mit einem Ton, der Respekt vor den Betroffenen zeigt, aber auch keine Scheu vor unangenehmen Wahrheiten hat.

Was ich besonders geschätzt habe: Hensel fällt nicht in die üblichen Ost-West-Klischees oder das Schwarz-Weiß-Denken, das man sonst oft liest. Stattdessen öffnet sie eine Tür zum Verstehen, die man gern durchschreiten möchte – auch wenn die Erkenntnisse manchmal erschrecken. Genau dieses ehrliche Aufzeigen, ohne den erhobenen Zeigefinger, macht das Buch so lesenswert und relevant.

Ein kleiner Wermutstropfen: Obwohl das Buch mitreißend ist, hätte ich mir an einigen Stellen noch mehr Tiefe gewünscht, besonders bei Möglichkeiten, wie es anders laufen könnte oder wie solidarische Brücken gebaut werden können. Aber das ist wirklich Meckern auf hohem Niveau.

Fazit: „Es war einmal ein Land“ ist keine leichte Lektüre, aber eine notwendige. Für alle, die sich mit Ostdeutschland und dem Status der Demokratie auseinandersetzen wollen, ein absoluter Must-Read. Geschrieben mit Herz, Hirn und der nötigen Portion Mut zur Kontroverse.

Bewertung: 4 von 5 Sternen – Ein beachtenswerter Blick auf eine gesellschaftliche Realität, die Gespräche dringend braucht.

Klappentext

»Das Ende der Demokratie in Ostdeutschland wird kommen. Vielleicht ist es schon da. Wir sollten vorbereitet sein!«

In ihrem neuen Buch erzählt Jana Hensel vom Ende eines großen ostdeutschen Traums. Was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird heute von vielen Ostdeutschen zunehmend infrage gestellt – die Demokratie selbst gerät ins Wanken. Scharfsinnig zeichnet Hensel den langen Weg nach rechts nach, der für viele einst links begann und durch eine wiedervereinte Republik führt, die mitten in einer ihrer schwersten Krisen steckt. Ohne sich in die gängigen Erzählungen über den Osten einzureihen, zeigt Hensel erneut, wie sehr sie sich seit ihrem Bestseller Zonenkinder einen eigenen Blick und Ton bewahrt hat. Geschockt über die eigenen Erkenntnisse nimmt sie uns mit auf eine Suche nach den Gründen dafür, warum Demokratie für viele Ostdeutsche keine Option mehr ist.

»Mein neues Buch heißt nicht ›Zonenkinder zwei‹. Aber ich nehme viele Fäden von damals auf, es geht ja um dieselben Menschen, rund 25 Jahre später. Mütter und Väter, Töchter und Söhne, Ostdeutsche halt. Ich erzähle, wie für viele die einstigen Hoffnungen und Wünsche wahr wurden – und viele den Glauben an dieses Land verloren haben.« Jana Hensel

FAQ

»Das Ende der Demokratie in Ostdeutschland wird kommen. Vielleicht ist es schon da.…

„Es war einmal ein Land“ ist keine leichte Lektüre, aber eine notwendige. Für alle, die sich mit Ostdeutschland und dem Status der Demokratie auseinandersetzen wollen, ein absoluter Must-Read. Geschrieben mit Herz, Hirn und der nötigen Portion Mut zur Kontroverse.

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