Wenn dir das hier gefiel …
Sternkreuzer Proxima - Spur der Verwüstung
Key Facts
Kritik
Kaum habe ich „Sternkreuzer Proxima - Spur der Verwüstung“ aufgeschlagen, hat mich die erdrückende Atmosphäre einer Republik im Zusammenbruch sofort gepackt. Dirk van den Boom entwirft hier eine galaktische Welt, in der Hoffnung fast nur noch ein Fremdwort ist – und genau das macht das Ganze so fesselnd. Die Proxima und ihre Crew hangeln sich durch ein von Chaos und politischen Intrigen zerfressenes Universum, während der Druck an Bord ins Unermessliche steigt.
Im Zentrum steht Captain Zadiya Ark, eine Figur, die zwischen unerschütterlicher Führungsstärke und menschlichen Schwächen jongliert. Ihre Crew ist vielseitig und damit wunderbar lebendig – kein Klischee bleibt auf der Strecke, sondern jede:r bringt die eigene Farbe rein, was die Dynamik an Bord authentisch wirken lässt. Der Plot entfaltet sich ohne große Verschnaufpausen, und sobald der Zwischenfall kommt, sitzt man definitiv auf glühenden Kohlen. Van den Booms Schreibstil ist flott und schnörkellos, trifft genau den Ton einer Military-SF, die Spaß macht, ohne sich zu ernst zu nehmen.
Einen kleinen Haken habe ich aber: Manche Nebenhandlungen hätten für meinen Geschmack noch etwas mehr Tiefgang vertragen, gerade in einem Universum, das so reich und komplex ist. Außerdem wirken einige technische Details gelegentlich ein bisschen zu „out of the blue“ – hier hätte eine stärkere Einbettung geholfen, um den Lesefluss nicht zu bremsen.
Wer auf actiongeladene, gut gesetzte Spannung mit einem Hauch von düsterer Space-Oper steht, findet hier ziemlich genau das Richtige. Fans von Military-Science-Fiction bekommen satte Konflikte, lebendige Charaktere und diese besondere Mischung aus Bedrohung und Kameradschaft, die das Genre so reizvoll macht. Für alle, die lieber in behäbigeren Weltentwürfen versinken möchten, könnte es allerdings etwas zu hektisch sein.
Am Ende bleibt ein Leseerlebnis, das Spaß macht, fesselt und die Lust auf mehr in dieser zerrütteten Galaxis weckt – auch wenn es manchmal etwas grob geschliffen wirkt. Für mich gibt es dafür 4 von 5 Sternen. Wer sich traut, die Proxima zu begleiten, wird nicht enttäuscht.
Klappentext
ÜBER DIE SERIE
Odyssee durch ein Imperium am Abgrund!
Die Terranische Republik zerbricht. Ehemalige Kolonien erklären ihre Unabhängigkeit und stürzen die Galaxis ins Chaos. In einer katastrophalen Schlacht kann sich der terranische Sternkreuzer Proxima gerade noch aus der Kampfzone retten. Auf dem Rückzug kämpft die Proxima ums bloße Überleben und wird zum Spielball in einem unübersichtlichen Krieg. Doch Captain Zadiya Ark und ihre Crew ahnen nicht, dass das Schicksal noch weitaus härtere Schläge für sie bereithält ...
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