Wenn dir das hier gefiel …
Mord auf Helgoland
Key Facts
Kritik
Schon beim ersten Aufschlagen von „Mord auf Helgoland“ fühlt man sich direkt in das raue, unberechenbare Ambiente der Hochseeinsel versetzt – ein perfekter Schauplatz für einen spannenden Thriller. Die Geschichte bringt dreizehn ehemalige Klassenkameraden zusammen, die sich nach dreißig Jahren erneut gegenüberstehen – und mit ihnen eine bitterböse Rache, die unter der Oberfläche brodelt. Der erste Mord bringt sofort ein Knistern von Paranoia in die Gruppe, und schon bald fragt man sich, wem man hier wirklich trauen kann.
Die beiden Hamburger Kommissare Rainer und Britta sind dabei ein angenehm unaufgeregtes Duo, das sich mit ruhiger Hand durch die komplexen Beziehungen und dunklen Geheimnisse der Gruppe kämpft. Robin D. Jensens Erzählstil ist dabei klar und flüssig, ohne Schnickschnack – genau das richtige Maß für einen Krimi, der nicht nur spannend, sondern auch leicht zugänglich bleiben will. Besonders gefallen hat mir, wie gut die Charaktere gestaltet sind: Sie wirken authentisch, mit Ecken und Kanten, und das macht das Lesen sehr lebendig.
Kleinere Schwächen? Manchmal zieht sich die Story an einigen Stellen etwas, vor allem wenn vermeintliche Verdächtigungen zu oft wiederholt werden. Auch der Schluss ist zwar clever geplant, aber für meinen Geschmack etwas zu konstruiert. Trotzdem hält das den Lesefluss kaum auf.
Wer auf atmosphärische, klassische Whodunit-Krimis steht und dabei gern eine Prise Psychospielchen mit einer guten Portion norddeutscher Meeresbrise genießt, der findet hier genau das Richtige. „Mord auf Helgoland“ überzeugt mit seinem Setting, sympathischen Ermittlern und einer Spannung, die bis zur letzten Seite hält.
Ganz klare Empfehlung für alle, die einen handfesten Krimi suchen, der nicht überkandidelt, sondern mit bodenständigem Charme punktet.
4 von 5 Sternen.
Klappentext
Als ein Mitglied der Gruppe tot aufgefunden wird, brechen sofort gegenseitige Verdächtigungen und Paranoia aus.
Die beiden Hamburger Kommissare Rainer und Britta sind genau zur rechten Zeit am rechten Ort und nehmen die Ermittlungen auf. Schnell wird klar: Jeder der zwölf Verbliebenen hätte ein Motiv.
Während der Täter sich weiterhin unbemerkt inmitten der Gruppe bewegt, plant er bereits sein weiteres Vorgehen. Und ehe Rainer und Britta sich versehen, geschieht ein weiterer Mord, gefolgt von einem Anschlag. Wird es ihnen gelingen, den Mörder zu enttarnen?
»Mord auf Helgoland« ist der fünfte Band der Reihe Mörderisches Hamburg. Der Roman ist eine Neuauflage und erschien ursprünglich unter dem Titel »Entkommen unmöglich«.
Jeder Krimi ist in sich abgeschlossen und kann unabhängig von den anderen gelesen werden.