Ein Kommissar wird gejagt - Taxi, Tod und Teufel, Folge 20 (Ungekürzt)
Kritik
Schon beim Eintauchen in „Ein Kommissar wird gejagt – Taxi, Tod und Teufel“ merkt man sofort: Hier geht’s nicht nur um Mordermittlungen, sondern um ein richtig verzwicktes Katz-und-Maus-Spiel. Hauptkommissar Scharrmann wird selbst zur Gejagten, weil jemand im eigenen Revier ihm einen Mord anhängen will – und das sorgt für ordentlich Spannung von der ersten Minute an.
Lena Karmann versteht es, die norddeutsche Küstenatmosphäre mit knackigen Dialogen und lebendigen Charakteren zu verbinden. Sarah Teufel, die resolute Taxiunternehmerin mit dem York-Style, zieht einen sofort mit – clever, tough und mit einem Sinn für Humor, der nie aufgesetzt wirkt. Die Dynamik zwischen ihr und Scharrmann ist ein echtes Highlight, das der Geschichte zusätzliche Tiefe verleiht.
Der Schreibstil ist zugänglich und unprätentiös, was perfekt zu diesem clever gestrickten Krimi passt. Man fühlt sich fast, als würde man selbst an Bord des legendären New Yorker Yellow Cabs Platz nehmen und die dunklen Geheimnisse des kleinen Ostfriesland entspannt mitverfolgen. Manchmal hätte ich mir ein bisschen mehr Tempo gewünscht, an manchen Stellen schleppt sich die Handlung minimal, doch das tut dem Gesamtspaß keinen großen Abbruch.
Wer Lust auf einen atmosphärischen Küstenkrimi hat, der spannend, humorvoll und mit sympathischen Figuren punkten kann, ist hier genau richtig. Ein Muss für Fans von norddeutschen Settings, die sich gerne überraschen lassen und keine Angst vor unerwarteten Wendungen haben.
Lena Karmanns „Ein Kommissar wird gejagt – Taxi, Tod und Teufel“ bekommt von mir solide 4 von 5 Sternen – spannend, unterhaltsam und definitiv hörenswert!