Polwenna Bay - Wo die Liebe Wunder wirkt - Polwenna Bay, Band 2 (Ungekürzt)
Kritik
Manchmal trifft eine Geschichte mitten ins Herz, ohne großes Aufhebens – genau so ging es mir mit „Polwenna Bay - Wo die Liebe Wunder wirkt“. Morwenna ist eine zielstrebige Reiterin, für die Siege alles bedeuten, während Ashley mit seiner knallharten Geschäftsmann-Attitüde erst mal überhaupt nicht sympathisch wirkt. Aber genau das macht die Geschichte so spannend: Die beiden könnten unterschiedlicher kaum sein, doch hinter Ashleys kühler Fassade verbirgt sich ein Geheimnis, das alles auf den Kopf stellt. Die Atmosphäre des kleinen Fischerdorfs in Cornwall wirkt dabei fast wie ein heimlicher Protagonist, der das ganze Geschehen sanft umrahmt.
Ruth Saberton hat einen angenehm leichten und zugleich gefühlvollen Stil, der einen sofort abholt, ohne zu kitschig zu werden. Die Figuren wirken authentisch – Morwenna mit ihrer manchmal fast ruppigen Ehrlichkeit und Ashley, der mehr Schichten hat, als man anfangs ahnt. Man spürt die Spannung zwischen ihnen richtig – dieses Hin und Her, das so menschlich und echt ist. Besonders gelungen fand ich, wie die Autorin nicht nur auf die große Liebe setzt, sondern auch auf Vertrauen und persönliche Entwicklung.
Klar, es gibt Momente, in denen die Handlung vorhersehbar wirkt, und ein paar Klischees schleichen sich ein. Aber ehrlich gesagt – genau das hat für mich auch seinen Charme. Wenn man also auf der Suche nach einem Roman ist, der Herz, Drama und eine Prise Meerluft kombiniert, ist man hier richtig gut aufgehoben.
Kurz und knapp: Für alle, die eine warmherzige Liebesgeschichte mit Ecken und Kanten mögen, ist dieser zweite Band der Polwenna Bay Reihe ein Treffer. Keine Weltneuheit, aber eben solide erzählt und dabei richtig sympathisch.
Bewertung: 4 von 5 Sternen.