Cover Der Totengräber und der Orden des Teufels (Die Totengräber-Serie 5)
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Erschienen:
2026-06-25
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Der Totengräber und der Orden des Teufels (Die Totengräber-Serie 5)

Kritik

Kaum schlägt man „Der Totengräber und der Orden des Teufels“ auf, weht einem der Nebel des finsteren Wiens von 1896 direkt ins Gesicht – und man fühlt sich sofort mittendrin in einem düsteren Netz aus Geheimnissen und dunklen Ritualen. Oliver Pötzsch schafft es mühelos, den Leser von der ersten Seite an zu fesseln, ohne dabei mit zu viel Horror zu überladen.

Im Zentrum der Handlung steht der komplexe Inspektor Leopold von Herzfeldt, der zusammen mit dem hartnäckigen Totengräber Augustin Rothmayer an einem mysteriösen Mordfall arbeitet. Unterstützung bekommen sie von Julia Wolf, einer cleveren Reporterin, sowie – Überraschung – Sigmund Freud, der dem Geschehen eine ganz besondere psychologische Tiefe verleiht. Die Mischung aus historischen Figuren und fiktiven Charakteren ist geschickt zusammengesetzt und sorgt für lebendige Dynamik und spannende Dialoge.

Pötzschs Schreibstil ist angenehm schnörkellos und punktet mit einem feinen Gespür für Atmosphäre. Besonders gefallen hat mir, wie er die dunklen Schattenseiten Wiens – die okkulten Sekten, die politischen Intrigen und die aufkommende Menschenfeindlichkeit – ohne Effekthascherei, aber sehr eindringlich darstellt. Und mal ehrlich: Wer hat nicht Lust, in eine Zeit einzutauchen, in der Geheimlogen und blutige Rituale vielleicht doch mehr als nur Legenden waren?

Natürlich gibt es hier und da kleinere Längen, besonders wenn die Ermittlungen ein wenig zu detailliert und langatmig werden – das Tempo schwankt, was das Lesen manchmal ein bisschen ausbremst. Auch die gelegentlichen historischen Exkurse können Fans von reiner Spannung nerven, für Liebhaber von gut durchdachtem Historienstoff sind sie aber durchaus ein Gewinn.

Wer auf düstere Krimis mit einem historischen Setting steht und dabei nicht nur auf schnelle Action, sondern auf echten Tiefgang und interessante Figuren Wert legt, ist hier genau richtig. „Der Totengräber und der Orden des Teufels“ bietet eine gelungene Mischung aus Spannung, Historie und einem Schuss Okkultismus – Hand aufs Herz, das hat schon was.

Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen. Ein atmosphärisch dichter Thriller, der ein bisschen Zeit braucht, dafür aber lange auf der Haut bleibt.

Klappentext

Tödliche Rituale im Wien der Jahrhundertwende  Ein blutiges Ritual erschüttert das vornehme Wien des Jahres 1896: Bei einer vermeintlich satanistischen Messe wurde eine junge Frau bestialisch ermordet – ihre Kehle durchgeschnitten, Zunge und Herz fehlen. Als Inspektor Leopold von Herzfeldt mit den Ermittlungen beauftragt wird, stößt er auf eine Freimaurer-Loge. Aber hat er es wirklich mit Teufelsanbetung zu tun? Der Totengräber Augustin Rothmayer, empört über eine Grabschändung auf dem Zentralfriedhof, bietet ihm seine Hilfe an. Gemeinsam mit Herzfeldts Verlobter, der scharfsinnigen Reporterin Julia Wolf, und dem aufstrebenden Nervenarzt Dr. Sigmund Freud folgen sie einer Spur, die sie in die Abgründe der Wiener Gesellschaft führt – wo hinter okkulten Ritualen und antisemitischen Geheimbünden eine Ideologie heranwächst, die Jahrzehnte später die Welt ins Verderben stürzen wird. Mit viel Charme und Spannung gelesen von Hans Jürgen Stockerl, für alle, die unerwartetete Wendungen in überzeugender Atmosphäre suchen.

FAQ

Tödliche Rituale im Wien der Jahrhundertwende  Ein blutiges Ritual erschüttert das vornehme Wien des Jahres 1896: Bei einer vermeintlich satanistischen Messe wurde eine junge Frau bestialisch ermordet – ihre Kehle durchgeschnitten, Zunge und Herz fehlen. Als Inspektor Leopold von Herzfeldt mit den Ermittlungen beauftragt wird, stößt er auf eine Freimaurer-Loge.…

Besonders gefallen hat mir, wie er die dunklen Schattenseiten Wiens – die okkulten Sekten, die politischen Intrigen und die aufkommende Menschenfeindlichkeit – ohne Effekthascherei, aber sehr eindringlich darstellt.

Wenn du Lust auf einen spannenden Page‑Turner hast, ist das ein guter Start.

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