Regime Change (Unabridged)
Kritik
Kaum hat man „Regime Change“ aufgeschlagen, ist man mittendrin in einem Politthriller, der so real wirkt, dass man fast vergisst, es handelt sich um Sachbuchjournalismus. Maggie Haberman und Jonathan Swan nehmen uns mit auf eine detailreiche, oft überraschende Reise durch das erste Jahr von Donald Trumps zweiter Präsidentschaft – und es ist alles andere als ein ruhiger Spaziergang.
Im Kern führt uns das Buch durch die nervenaufreibenden Momente und Entscheidungen eines Präsidenten, der, so scheint es, nur noch von seinem Instinkt geleitet wird. Da verschwimmen die Grenzen zwischen Machtinstrument und persönlichem Rachefeldzug, zwischen politischer Strategie und Chaos. Die Autoren geben Einblicke hinter die sonst hermetisch abgeriegelten Türen des Weißen Hauses, sprechen mit Weggefährten, Widersachern und Beobachtern und zeichnen ein Bild, das nicht nur Trump selbst zeigt, sondern auch die Menschen, die ihn umgeben. Besonders beeindruckend ist Habermans journalistischer Stil: Klar, schnörkellos und trotzdem voller Energie – man merkt, dass hier keine Zeit für geschönte Narrativen bleibt.
Was mir wirklich hängen geblieben ist, ist die Konsequenz, mit der die Autoren zeigen, wie sehr sich die politische Landschaft verschoben hat und wie tiefgreifend diese Veränderungen tatsächlich sind. Dabei ist das Buch nicht nur eine trockene Aufzählung von Fakten, sondern ein spannender Blick auf die Abgründe und Absurditäten der Macht. Dennoch muss ich sagen, dass der Ton für manche Leser etwas überwältigend oder gar erschöpfend sein könnte. Die Fülle an Namen, Entscheidungen und Hintergründen verlangt Aufmerksamkeit und kann zwischendurch etwas ermüden.
Am Ende fühlt man sich informiert und erschüttert zugleich, aber vor allem bekommt man eine unverzichtbare Momentaufnahme geboten, die beim Verstehen der heutigen Weltpolitik hilft. Wenn ihr Lust auf einen realitätsnahen, gut recherchierten und unglaublich packenden Blick hinter die Kulissen einer außergewöhnlichen Präsidentschaft habt, dann ist „Regime Change“ definitiv euer Buch.
4 von 5 Sternen – weil es unglaublich wichtig und spannend ist, aber hier und da ein wenig Erholung vom Power-Overload nicht geschadet hätte.
Klappentext
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Few expected Donald Trump to return to the White House stronger than before. The indictments, convictions, assassination attempts, and four years of political exile made him not weaker but more powerful, more vengeful, and more willing to gamble than any President that came before him.
Regime Change is the definitive account of the first year of Donald Trump’s second presidency, based on hundreds of interviews and unprecedented reporting from deep within the administration’s most closely guarded rooms. Journalists Jonathan Swan and Maggie Haberman investigate the decisions that have defined Trump’s second term, which has been liberated from every constraint that defined his first. The generals who once told him ‘no’ are gone, and the lawyers who remain have learned to pick their battles.
Haberman and Swan take you behind the scenes of a presidency that has launched a new war in the Middle East, sealed the border, deployed National Guard troops into American cities, transformed the Justice Department into an instrument of retribution against the President’s enemies, and turned the office itself into a brazen vehicle for profit. They reveal a President operating almost entirely on instinct and a White House operating at the edge of political power.
Regime Change shows how Trump has wielded that power, who has tried to stop him, and why nearly all of them have failed. A landmark work of real-time political history, this is the story of a President who has fundamentally altered how the world understands American power.