Wenn dir das hier gefiel …
Toskanische Verschwörung - Kriminalroman (Nico Doyle ermittelt 5)
Key Facts
Kritik
Kaum hat man die ersten Seiten von „Toskanische Verschwörung“ aufgeschlagen, fühlt man sich direkt in die sonnenverwöhnte Landschaft der Toskana versetzt – mit all ihren Weinbergen, kleinen Gässchen und dieser ganz besonderen, lauen Sommerluft. Doch hinter dieser malerischen Kulisse verbirgt sich schnell ein düsteres Geheimnis, das Nico Doyle, unseren hartgesottenen Ex-Cop aus New York, wieder in die Welt des Verbrechens katapultiert.
Die Geschichte nimmt Fahrt auf, als ein kleines Mädchen Nico um Hilfe bittet – und natürlich kann er nicht anders, als dem Verdacht auf den Grund zu gehen. Was folgt, ist eine packende Mischung aus klassischem Whodunit und atmosphärischem Regionalkrimi, der ohne schwere Kost auskommt, aber trotzdem zum Grübeln anregt. Die Autoren Camilla Trinchieri und Sonja Hauser schaffen es, die Spannung geschickt aufzubauen, ohne dass man den Überblick oder die Lust verliert. Nico ist dabei ein sympathischer Held, der mit seinem rauen Charme und den Spuren aus seinem Leben in New York wunderbar kontrastiert zur friedlichen Idylle der Toskana. Man merkt sofort, dass er mehr ist als nur ein Detektiv – er bringt Herz, Erfahrung und auch ein bisschen Melancholie mit.
Was mir besonders gefallen hat, ist der lebendige Schreibstil, der locker und flüssig daherkommt, ohne übertrieben zu sein. Die Beschreibungen der Umgebung sind so plastisch, dass man fast den Duft von frisch gebackenem Brot und den Geschmack eines guten Chianti auf der Zunge spürt. Zwischen den spannenden Ermittlungen gibt es immer wieder diese kleinen Momente, die den Figuren Tiefe geben – gerade das macht die Geschichte lebendig und nahbar.
Aber ganz rund läuft es nicht: Die Handlung nimmt an manchen Stellen eine Wendung, die man so schon ein bisschen geahnt hat, und gelegentlich hätte ich mir etwas mehr Tempo gewünscht. Manche Nebenfiguren bleiben eher blass, da hätte man noch etwas mehr Farbe reinbringen können. Das klingt meckrig, ist am Ende aber wirklich nur ein kleines Detail in einem sonst sehr gelungenen Krimi.
Wer Lust auf einen entspannten, aber trotzdem spannend gestrickten Krimi mit viel italienischem Flair hat, der ist hier genau richtig. Kein hochkomplexes Thriller-Konstrukt, sondern ein Buch zum Wohlfühlen (und mit ein bisschen Rätselspaß obendrauf).
4 von 5 Sternen – überzeugend, unterhaltsam und ideal für gemütliche Lesestunden mit ein bisschen Toskanaluft!
Klappentext
Nico Doyle, Ex-Cop im Ruhestand, genießt das ruhige Leben in seinem kleinen toskanischen Dorf – bis ein kleines Mädchen ihn unerwartet um Hilfe bittet. Ihr Vater steht unter Mordverdacht. Auf eigene Faust beginnt er zu ermitteln, folgt den Spuren zwischen seinem Heimatort Gravigna und dem mittelalterlichen Städtchen Pitigliano. Dabei muss er all seine Erfahrung als New Yorker Polizist einsetzen – und schon bald zeigt sich, dass hinter der idyllischen Fassade der Toskana dunkle Geheimnisse lauern.
Ein atmosphärischer Kriminalroman voller Lokalkolorit, Spannung und italienischem Flair.
Dieses Buch ist Teil der Serie Nico Doyle ermittelt.
Nico Doyle, Ex-Cop des NYPD, zieht in ein kleines Dorf im Herzen der Toskana. In den idyllischen Weinbergen des Chianti will er noch einmal ganz neu anfangen. Doch auch in der wunderschönen Toskana wird gemordet und ehe Nico sich versieht, wird er ein ums andere Mal in die haarsträubendsten Mordfälle hineingezogen. Und so macht er, was er am besten kann: Nico Doyle ermittelt.
Die Bücher erzählen eigenständige Fälle und können unabhängig voneinander gelesen werden.