Wenn dir das hier gefiel …
Krimi Dreierband 3246
Key Facts
Kritik
Manchmal braucht es einfach einen Krimi, der dich direkt in den Bann zieht – genau das gelingt dem „Krimi Dreierband 3246“ auf überraschend unterhaltsame Weise. Drei Geschichten, drei unterschiedliche Autoren, aber alle vereint durch Spannung, rätselhafte Fälle und diesen ganz besonderen Flair, der Krimiliebhaber:innen das Herz höherschlagen lässt.
Im Zentrum steht ein außergewöhnliches Szenario: Opfer, die nacheinander von einer mysteriösen Krankheit befallen werden, bevor der endgültige Tod einschlägt. Pete Alexander, ein erfolgreicher Krimiautor, stolpert mitten hinein in dieses tödliche Rätsel, und glaub mir, die Mischung aus Detektivarbeit und der immer drohenden Gefahr macht das Lesen ziemlich packend. Alfred Bekkers „Kubinke und der Mord in Wien“ bringt klassische Ermittlungsarbeit mit einem Hauch von österreichischem Flair, Peter Cheyneys „Noch ein kleiner Drink“ punktet mit düsterem Stil und urbaner Härte, während Emile C. Teppermans „Du wirst nie wieder erwachen“ die Grenze zwischen Realität und Alptraum gekonnt verschwimmen lässt.
Die Charaktere sind allesamt sympathisch gebaut, vor allem Pete Alexander, dessen Sicht auf die Dinge dich immer wieder zum Schmunzeln bringt oder zumindest zum Nachdenken. Der Schreibstil ist angenehm abwechslungsreich: Bekker glänzt mit präziser Beschreibung, Cheyney hat diesen rauchigen Ton, der irgendwie zu ihm passt, und Tepperman vereint Suspense mit einer gewissen poetischen Schwere – all das macht den Dreierband sehr abwechslungsreich. Ein echtes Schmankerl für alle, die gern quer durch das Genre reisen, ohne sich festlegen zu müssen.
Kritisch betrachtet, hätten die Übergänge zwischen den einzelnen Krimis etwas runder sein können, und der manchmal etwas altmodische Stil der Autoren ist sicher nicht jedermanns Sache. Auch nimmt die eine oder andere Geschichte etwas zu viel Zeit, um auf den Punkt zu kommen. Für Fans klassischer Krimis dürfte das aber kein Grund sein, den Band links liegen zu lassen.
Kurz gesagt: Dieser Dreierband ist wie ein guter Mix-Cocktail – mal bitter, mal süß, aber immer mit einem Kick, der dich bei der Stange hält. Spannend, unterhaltsam und mit einem gewissen Retro-Charme, der genau jetzt seinen Revival-Moment erlebt. Wer Lust auf abwechslungsreiche Krimilesestunden hat, macht mit diesem Band definitiv nichts verkehrt.
** (4 von 5 Sternen)