Aber bitte mit Sahne - Die Online-Omi brüht auf: Die Online-Omi, Band 21
Kritik
Wer Renate Bergmann und ihre klare, schnörkellose Art kennt, der weiß: Hier wird nicht lang gefackelt, hier wird angepackt – und zwar mit ordentlich Sahne obendrauf. In „Aber bitte mit Sahne - Die Online-Omi brüht auf“ dreht sich alles um ein kleines Dorfleben, das so gemütlich wie turbulent ist. Renate hat wieder alle Hände voll zu tun, diesmal mit einem cleveren Plan, der das Café der Bürgermeistertochter und den liederlichen Gasthof „Kuppelkrug“ unter einen Hut bringen soll. Dabei wird‘s nicht nur süß, sondern auch richtig herzerfrischend.
Die Hauptfigur? Wie immer Renate selbst, eine verdammt pfiffige Online-Omi, die mit Witz und praktischer Erfahrung durchs Leben stampft – das macht sie nicht nur sympathisch, sondern auch zum perfekten Gegenpol zu all den kleinen Dorfdramen, die hier blühen. Der Schreibstil ist gewohnt lakonisch, charmant bissig und mit viel trockenem Humor gewürzt. Ich habe regelrecht mitgelacht, wenn Renate ihre Gedanken schweifen lässt oder mit ihrer schnoddrigen Art für Klarheit sorgt.
Natürlich schwingt auch Nostalgie mit, vor allem wenn die Geschichte um die frühere Bräuteschule und alte Erinnerungen erzählt wird. Das gibt dem Buch diesen warmherzigen Touch, der es so besonders macht. Vielleicht wirkt manches – so charmant es auch ist – an einigen Stellen etwas vorhersehbar oder vertraut. Aber das gehört zu Renates Welt, wie die Sahne auf die Torte.
Wer also Lust auf eine Mischung aus bodenständigem Humor, einem Schuss Dorfklatsch und einer starken Persönlichkeit hat, die sich nicht verbiegen lässt, wird hier bestens unterhalten. Für alle, die Geschichten mit Herz und Ecken und Kanten mögen, ist dieses Buch genau das Richtige.
Fazit: Ein erfrischendes Lesevergnügen, das das Leben im Spreeweide-Dorf mit viel Witz und Charme einfängt – perfekt für alle Fans von unkomplizierter Unterhaltung mit Tiefgang. Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen.