Cover Hungerwinter - Ein Fall für Kommissar Oppenheimer, Band 5 (Ungekürzte Lesung)
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Erschienen:
2020-04-01
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Hungerwinter - Ein Fall für Kommissar Oppenheimer, Band 5 (Ungekürzte Lesung)

Kritik

Schon nach den ersten Minuten der ungekürzten Lesung zieht „Hungerwinter“ einen fest in seinen Bann – das raue Berlin 1947, klirrende Kälte und eine Atmosphäre, die einem förmlich in die Knochen kriecht. Harald Gilbers versteht es meisterhaft, den dunklen Nachkriegswinter lebendig werden zu lassen, ohne in Klischees abzurutschen.

Kommissar Oppenheimer, ein Mann, der mit der Bürde seiner jüdischen Herkunft und dem Chaos der Nachkriegszeit ringt, steht im Mittelpunkt dieses historischen Krimis. Die Geschichte beginnt scheinbar simpel: Ein Einbrecher wird in Notwehr erschossen. Doch schnell wird klar, dass Oppenheimer weit mehr zu knabbern bekommt – ein Kollege verschwindet spurlos, und ein Netz aus Verrat und Intrigen tut sich auf, das bis in die eigenen Reihen reicht. Die Spannung hält Gilbers durch geschickte Wendungen und eine gut austarierte Portion Polizeiarbeit kontinuierlich hoch, ohne dass die Story zu überfrachtet wirkt.

Besonders gelungen finde ich den ironischen Unterton, der hier und da durchscheint und dem sonst düsteren Setting eine willkommene Leichtigkeit verleiht. Die Charaktere sind rund und vielschichtig, vor allem Oppenheimer selbst bleibt keine eindimensionale Figur, sondern zeigt Verletzlichkeit genauso wie Zähigkeit. Die Lesung trägt das Ganze zusätzlich, denn der Sprecher schafft es, der Stimme von Oppenheimer genau den richtigen Ton zwischen Nachdenklichkeit und Entschlossenheit zu geben.

Einziger kleiner Wermutstropfen: Manchmal wirkt die Handlung an Stellen etwas vorhersehbar, und ein paar Szenen hätten für meinen Geschmack gerne knackiger ausfallen können. Aber das sind eher Nuancen, die den Lesegenuss kaum trüben.

Fazit: Wer historische Krimis mag, die mehr als nur einen spannenden Fall bieten, sondern auch ein Stück Zeitgeschichte greifbar machen, ist hier goldrichtig. „Hungerwinter“ ist fesselnd, atmosphärisch dicht und mit einem Hauptcharakter, der man gern durch diese komplizierte Nachkriegszeit begleitet. Volle Empfehlung für die kalten Winterabende auf dem Sofa.

4 von 5 Sternen.

Klappentext

Hungerwinter, Nazi-Schleuser und ein scheinbarer Fall von Notwehr: Der 5. historische Krimi mit dem jüdischen Kommissar Oppenheimer spielt 1947 in Berlin zu Beginn des Kalten Krieges. 1947 wird Kommissar Oppenheimer mitten im Berliner Winter zum Schauplatz eines Verbrechens gerufen. Anscheinend gibt es nicht viel zu ermitteln: Der Tote ist ein Einbrecher, der vom Hausherrn überrascht wurde. Notwehr. Doch Oppenheimer hat Zweifel am Tathergang, die sich schnell bestätigen. Als kurz darauf sein Kollege Billhardt spurlos verschwindet, wird Oppenheimer bewusst, in welches Labyrinth aus Verrat und Täuschung er sich vorgewagt hat. Und die Verschwörung reicht bis in die Reihen der Kripo ...

FAQ

Hungerwinter, Nazi-Schleuser und ein scheinbarer Fall von Notwehr: Der 5. historische Krimi mit dem jüdischen Kommissar Oppenheimer spielt 1947 in Berlin zu Beginn des Kalten Krieges.…

Wer historische Krimis mag, die mehr als nur einen spannenden Fall bieten, sondern auch ein Stück Zeitgeschichte greifbar machen, ist hier goldrichtig. „Hungerwinter“ ist fesselnd, atmosphärisch dicht und mit einem Hauptcharakter, der man gern durch diese komplizierte Nachkriegszeit begleitet. Volle Empfehlung für die kalten Winterabende auf dem Sofa. 4 von 5 Sternen.

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