The Heat is on
Kritik
Manchmal braucht es nur eine Prise Humor und eine gute Portion Herz, um eine Geschichte richtig zum Kochen zu bringen – und genau das gelingt Felicia Kingsley in „The Heat is on“. Dwight Faraday, FBI-Agent mit Kochtalent, wird mitten in eine italienische Restaurantfamilie eingeschleust, die wohl mehr als nur hausgemachte Pasta auf dem Kerbholz hat. Klingt nach Krimi? Klar. Aber vor allem ist das hier eine charmante Mischung aus Spannung und prickelnder Romanze, die von Anfang an Lust macht.
Die Figuren sind das wahre Highlight: Dwight ist nicht der typische steife Agent, sondern hat Charakter, Witz und diese unterschwellige Verletzlichkeit, die ihn sympathisch macht. Julia, mit ihrem festen Willen und dem unerschütterlichen Familiensinn, lässt sich nicht so leicht umgarnen – was zu so einigen hitzigen Wortgefechten führt. Die Dialoge flattern locker und treffsicher dahin, da kommt keine Langeweile auf. Kingsley schafft es mühelos, die Atmosphäre eines geschäftigen Restaurants mit dem Nervenkitzel einer Undercover-Mission zu verbinden, ohne dass sich eine Seite in den Vordergrund drängt.
Einziger kleiner Stolperstein: Manche Wendungen wirken ein bisschen zu gewohnt aus dem Genre, wer also absolute Teenie-Romanik vorhersehungsfrei sucht, könnte hier einen Tick zu viel Klischee erwischen. Aber ehrlich? Das nimmt dem Lesevergnügen kaum die Würze.
Am Ende hinterlässt „The Heat is on“ genau die Mischung aus Spannung, Charme und Herz, die man von einem leichten, aber packenden Sommerroman erwartet. Für alle, die gern lachen, mitfiebern und zwischendurch von der echten Welt abschalten möchten, ist dieses Buch definitiv eine Empfehlung wert.
4 von 5 Sternen – heiß, lecker und mit ordentlich Biss!