Eisige Wahrheit - Ein Urlaubskrimi mit Pia Korittki
Kritik
Manchmal ist ein guter Kurzkrimi genau das Richtige, um dem Alltag zu entfliehen – und „Eisige Wahrheit“ von Eva Almstädt liefert genau das: eine knackige Portion Spannung mit frischem Ostsee-Flair und einer sympathischen Ermittlerin, die einfach nicht locker lässt. Pia Korittki wollte Urlaub, doch statt entspannter Familienschnappschüsse gibt’s plötzlich eine Leiche beim Schlittenfahren. Natürlich kann sie es nicht lassen, den Fall zu durchleuchten, und zieht dabei mühelos den Leser in ihren Bann.
Die Handlung überzeugt durch ihren klaren Fokus: Ein Mord in einem verschneiten Dorf, dunkle Familiengeheimnisse und Menschen, die mehr verbergen, als man denkt. Pia bleibt dabei ganz klar die Hauptakteurin – mit ihrer Mischung aus hartnäckiger Professionalität und dem Herz am rechten Fleck macht sie Lust, ihr über die Schulter zu schauen. Eva Almstädts Schreibstil ist dabei unkompliziert, zugänglich und angenehm flott, was das Buch zum perfekten Begleiter an kalten Winterabenden macht. Die Atmosphäre der Ostsee im Winter wird so greifbar, dass man fast die frische Brise und den Schnee riechen kann.
Klar, das Tempo ist eher gemütlich, und wer hochkomplexe Plotverschlingungen erwartet, könnte eventuell etwas vermissen. Auch die recht kurze Länge des Krimis lässt natürlich nicht allzu viele Tiefgänge zu, aber genau das macht die Geschichte eben so schnörkellos und spaßig. Für Fans von kurzen, gut konstruierten Urlaubs-Krimis mit einem starken, weiblichen Ermittler eine klare Empfehlung.
„Eisige Wahrheit“ ist ein unterhaltsamer, leicht zugänglicher Kurzkrimi, der perfekt für alle ist, die Lust auf eine Prise Spannung zwischen Winterzauber und Familienalltag haben – ohne großes Brimborium, aber mit viel Herz und Köpfchen.
4 von 5 Sternen.