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THE CAVERN - Das Grauen aus der Tiefe
Key Facts
Kritik
Kaum hat man die ersten Seiten von „THE CAVERN - Das Grauen aus der Tiefe“ aufgeschlagen, spürt man sofort diesen beklemmenden Sog, der einen wortwörtlich in die tiefsten Abgründe hinunterzieht. Alister Hodge schafft es, das Urängste-Thema Klaustrophobie zusammen mit einem uralten Höhlensystem so lebendig und greifbar zu machen, dass man beim Lesen regelmäßig innehält und tief durchatmen muss – als wäre man selbst in den dunklen Gängen gefangen.
Im Zentrum steht Sam, ein Forscher mit einem Handicap, das ihm bei so einem Abenteuer alles andere als hilft: Er leidet an Klaustrophobie. Genau deshalb wollte er eigentlich nur als Sanitäter am Basislager bleiben, doch das Schicksal – und natürlich die Handlung – zwingt ihn schnell in die dunkle Unterwelt hinab. Das Team, mit dem er zusammen unterwegs ist, fühlt sich authentisch an, die Figuren reagieren nachvollziehbar auf die immer bedrohlicher werdende Situation, was das Drama direkt auf den Punkt bringt. Hodge schreibt sehr präzise und bildhaft, ohne dabei zu verschwurbelt oder langatmig zu werden – die Spannung bleibt konstant oben.
Besonders gelungen finde ich, wie der Autor den Horror nicht nur aus äußeren Gefahren schöpft, sondern auch die Psyche der Charaktere miteinbezieht. Sam wirkt echt, mit seinen Ängsten, kleinen Schwächen und Momenten der Unsicherheit – das macht ihn nahbar und man fiebert als Leserin wirklich mit ihm mit. Der zunehmende Horror kommt dann noch oben drauf, was das Buch in seiner Mischung aus psychologischem Thriller und Survival-Horror ziemlich packend macht.
Kritisch betrachtet ist „THE CAVERN“ aber ein klassischer Vertreter seines Genres, der bei manchen Wendungen nicht ganz so überraschend wirkt und gelegentlich etwas vorhersehbar bleibt. Für Fans von ausgefeilten Plot-Twists gibt es vielleicht an manchen Stellen zu wenig Überraschung. Außerdem hätte ich mir manchmal mehr Tiefgang bei den Nebenfiguren gewünscht, die bleiben doch recht blass. Aber mal ehrlich: Für eine kurzweilige Horrorlektüre taugt das Buch allemal.
Wer also Lust hat auf einen spannenden Abstieg in die Finsternis mit echten Ekel- und Nervenkitzelmomenten, gepaart mit einer nicht ganz banalen Hauptfigur, der liegt mit „THE CAVERN“ goldrichtig. Für alle anderen, die weniger auf „Hinein ins Unbekannte“ stehen und lieber Sonnenstrahlen tanken, ist das eher nichts.
Daher gebe ich 3.5 von 5 Sternen – solide Horror-Unterhaltung mit ein paar kleinen Schwächen, die das Gesamtpaket aber kaum trüben. Ein Buch, das dich im besten Sinne mit einem mulmigen Gefühl zurücklässt.
Klappentext
Dort, in den dunklen Eingeweiden der Erde, muss sich Sam aber nicht nur seinen inneren Ängsten, sondern auch einer sehr realen Gefahr stellen. Ein brutales und unerbittliches Raubtier macht Jagd auf die Abenteurer und es beginnt ein verzweifelter Kampf auf Leben und Tod.
"THE CAVERN ist ein spannender, fesselnder Abstieg in den unterirdischen Horror, mit einem unverbrauchten Setting und Charakteren, mit denen man mitfiebert. Ich war noch nie ein großer Fan von Höhlenwanderungen, aber nachdem ich dieses Buch gelesen habe, werde ich für den Rest meines Lebens an der Oberfläche und im Sonnenlicht bleiben." - Alan Baxter, Autor von DEVOURING DARK, und der ALEX-CAINE-Serie