Mit Stockbrot in den Tod - Hansel & Pretzel - Mord in der kleinen Bäckerei, Folge 9 (Ungekürzt)
Kritik
Manchmal reichen ein Lagerfeuer und Stockbrot, um in den spannendsten Krimi abzutauchen – so geht es Linn Sommer, der sympathischen Protagonistin in „Mit Stockbrot in den Tod“. Beim gemütlichen Grillvergnügen auf dem Ribfest in Kitchener explodiert plötzlich ein Propantank, und aus Spaß wird knallharter Mord. Dass hier kein Unfall vorliegt, macht die Sache für Linn interessant – und für uns als Leser:innen genauso.
Die Handlung ist flott erzählt und steckt voller lebendiger Details aus der BBQ-Szene, die ich so vorher nicht auf dem Schirm hatte – das macht neugierig! Die Figuren sind bunt und glaubhaft: Linn mit ihrer norddeutschen Direktheit, ihrem Stepptanz-Talent und einer gesunden Portion Neugierde packt sofort mit an. Der Inspektor, der charmant-distanziert bleibt, fügt eine leichte Romantik-Note hinzu, ohne zu kitschig zu werden. Dani Bakers Schreibstil ist locker und witzig, mit einem guten Mix aus Spannung und Humor, sodass man die Geschichte locker am Stück hören möchte.
Was mich richtig an den Hörbuch-Stuhl gefesselt hat, sind die vielen kleinen Details, die das Setting lebendig machen – die rivalisierenden Grillmeister, die hitzigen Ex-Beziehungen, und das Geheimnis, das unter der Oberfläche brodelt. Allerdings hätte die Story an manchen Stellen etwas knackiger sein können; ein paar Szenen ziehen sich leicht. Und ja, manche Wendungen sind vielleicht nicht ganz überraschend, dafür aber unterhaltsam und angenehm unblutig.
Wer Lust auf einen unkomplizierten Cozy Crime mit viel Herz, regionalem Flair und einer sympathischen Heldin hat, wird hier bestens bedient. Perfekt für gemütliche Abende, wenn man sich mal ohne harte Thriller-Gewalt berieseln lassen möchte.
Unterm Strich gibt es für diese neunte Folge der Reihe verdiente 4 von 5 Sternen. Locker, charmant und mit genug Würze, um bei Laune zu halten – so macht Krimihören richtig Spaß!