The Dungeon Anarchist's Cookbook: Dungeon Crawler Carl, Book 3 (Unabridged)
Kritik
Schon beim Aufschlagen dieses Abschnitts aus Carl und Donuts Abenteuern spürt man sofort: Hier geht noch mehr unter die Haut als in den bisherigen Etagen. Die zunächst recht bodenständigen Dungeons verwandeln sich in ein wahres Labyrinth des Wahnsinns, das mit jedem Schritt anspruchsvoller wird. Der Iron Tangle – ein Geflecht aus U-Bahnschächten, das Kopf und Herz gleichermaßen durcheinanderwirbelt – setzt eine Portion Chaos frei, die diesen dritten Band zum puren Vergnügen macht.
Matt Dinnimans Erzählstil bleibt herrlich schnörkellos und direkt, dabei aber keinesfalls langweilig. Er jongliert mit Humor, Action und einem Hauch Überlebensdrama, das die Sympathie für Carl und seinen in jeder Hinsicht außergewöhnlichen Begleiter Donut noch vertieft. Diese beiden Typen agieren wie alte Freunde, die man sofort ins eigene Team holen will, während sie sich durch Monsterhorden und Tücken der U-Bahn-Welt schlagen. Wer gerne eine Mischung aus schrägem Witz, absurder Fantasy und so mancher cleverer Überraschung mag, der fühlt sich hier pudelwohl.
Klar, manchmal wird das Geflecht der Story etwas wirr – gerade bei all den Details rund um das Bahn-System und die Sponsorengeschichten hätte ich mir ein bisschen weniger Textballast und dafür mehr Tempo gewünscht. Auch fühlt sich das Buch stellenweise an, als wollte es unbedingt noch eine Schippe Extrawürze draufpacken, was nicht immer ganz rund läuft. Aber hey, wer ein bisschen geduldig ist, wird mit einem smarten Mix aus Spannung und bissigem Humor belohnt.
Fazit: Wer auf Dungeon-Crawler-Action mit einer guten Portion Chaos und sympathisch schrägen Figuren steht, ist hier genau richtig. „The Dungeon Anarchist's Cookbook“ bietet genau die richtige Balance aus skurrilem Spaß und tougher Survival-Story, auch wenn’s mal etwas komplex wird. Für Fans von rollenspielartiger Fantasy mit ordentlich Biss eine klare Leseempfehlung.
4 von 5 Sternen.
Klappentext
The top 10 list is populated. The sponsorship program is open. The difficulty is ramping up. The first three floors were nothing compared to what Carl and Donut now face.
The Iron Tangle. An impossibly complicated subway system built out of the world's subterranean railway systems, all combined and then tied together into a knot. Up is down. Down is up. Close is far. The cars are filled with monsters, the railway stations are less than safe, and the exit is always just a few stops away.
But there is hope. For the first time, the crawlers are all working together. The loot is better than ever. And the secret to unraveling it all may be hidden in the pages of a seemingly useless book.
Welcome, crawlers. Welcome to the fourth floor of the dungeon.