Der Tod trinkt seinen Kaffee schwarz - Ein Bayernkrimi - Sofia und die Hirschgrund-Morde, Teil 17 (Ungekürzt)
Kritik
Sobald man in „Der Tod trinkt seinen Kaffee schwarz“ eintaucht, fühlt es sich fast so an, als stünde man selbst am warmen, lebhaften Hirschgrund-See und schnuppert den Duft von frisch geröstetem Kaffee. Inmitten einer sommerlichen Hitze wird hier nicht nur um die beste Bohne gerungen, sondern um Leben und Tod. Ein Barista-TV-Duell der Extraklasse bringt Spannung und Ambiente zusammen, doch als die Leiche eines Kameramanns im Wald gefunden wird, wird klar: Der Konkurrenzkampf wird blutig ernst.
Susanne Hanika schafft mit ihrer bewährten Mischung aus lockerem Humor und spannendem Krimiplot genau die Atmosphäre, die Fans von ländlichen Krimis lieben. Sofia, unsere clevere Hauptfigur, überzeugt nicht nur durch ihren Spürsinn, sondern auch durch ihre sympathische, bodenständige Art. Ihre Dynamik zu Evelyn und den „Damen vom Hirschgrund“ bringt immer wieder charmante, leicht verschmitzte Momente, die das Lesen auflockern und einem echte Augenzwinkermomente schenken. Und Leon de Ricci? Gutaussehend, charmant und mit einer geheimnisvollen Aura – ein guter Gegenspieler, der den Plot belebt, ohne zu übertrieben zu wirken.
Der Schreibstil ist schnörkellos, gut lesbar und lebt vom Lokalkolorit, das stets liebevoll eingeflochten wird. Die Handlung behält durchgehend den Fokus, ohne sich in Nebenschauplätzen zu verlieren. Ein kleiner Wermutstropfen: Für Einsteiger in die Serie könnten die Figuren und ihre Beziehungen anfangs etwas undurchsichtig sein, da man schon einige Bände im Hinterkopf haben sollte, um die ganzen Seitenstränge voll auszukosten.
Alles in allem bietet dieser Bayrische Krimi genau die richtige Prise Spannung mit einer ordentlichen Portion Herz und Humor. Wer Lust auf einen unterhaltsamen, bodenständigen Krimi mit viel Kaffee, bayerischem Flair und einem Hauch Romantik hat, ist hier goldrichtig.
4 von 5 Sternen – definitiv ein Genuss für alle, die Bayernkrimis mit Charakter mögen!