Pretty Perfect - Die perfekte Hochzeit. Der perfekte Mord (Ungekürzte Lesung)
Kritik
Wer eine Mischung aus idyllischem Urlaubsflair und einem ordentlich düsteren Krimi schätzt, dürfte bei „Pretty Perfect - Die perfekte Hochzeit. Der perfekte Mord“ von Ally Condie voll auf seine Kosten kommen. Schon die Vorstellung: ein abgelegenes Luxushotel, eine traumhafte Hochzeit und dann plötzlich reichlich Mord und Chaos – da möchte man fast selbst mitfiebern, oder?
Ellery, die Protagonistin, ist gerade frisch getrennt und sucht auf Broken Point Ruhe, doch ihr Urlaub wird alles andere als entspannt. Die Autorin lässt uns hautnah miterleben, wie Ellery zwischen den glamourösen Hochzeitsgästen, verschwörerischem Schweigen und plötzlich zwei Leichen versucht, den Durchblick zu behalten. Besonders schön fand ich, wie sich Ellerys verletzliche, aber auch schlagfertige Art durch die ganze Geschichte zieht – kein blasses Opfer, sondern eine echte Persönlichkeit, mit der man mitfühlt. Condies Schreibstil ist locker, dabei aber so präzise, dass jede Szene vor dem inneren Auge lebendig wird, ohne sich in Details zu verlieren. Die Mischung aus Spannung, zwischenmenschlichen Dramen und dem eingezogenen Unwetter, das die Hotelgäste buchstäblich an einen einsamen Ort fesselt, wirkt super atmosphärisch.
Natürlich fühlt sich hier und da manches Plot-Detail etwas vorhersehbar an, und ein paar Nebenfiguren hätten gern etwas mehr Tiefe vertragen können. Aber seien wir ehrlich: Wer sich auf den Krimi einlässt, möchte eben auch miträtseln und sich von überraschenden Wendungen einnehmen lassen – und das schafft Condie ziemlich gut.
Fazit: „Pretty Perfect“ ist genau das richtige Buch für alle, die Lust auf einen spannenden, gut erzählten Schreibstil mit einer gehörigen Portion Drama und cleverem Crime haben – perfekt zum Mitfiebern auf dem Sofa oder unterwegs. Nicht unbedingt literarische Hochkunst, aber äußerst unterhaltsam und ordentlich spannend.
4 von 5 Sternen.
Klappentext
Doch über Broken Point zieht ein Unwetter auf, bald stürzt Regen auf das Hotel nieder, Donner zerreißt die Luft. In der Nacht findet Ellery eine Leiche. Es ist der Bräutigam. Als der Tag der Hochzeit anbricht, ist nichts wie zuvor. Durch das Unwetter wurde der Strom abgeschnitten, die Brücke ist schwer beschädigt. Die Hotelgäste sind gefangen. Schnell kippt die Hochzeitsstimmung in etwas Düsteres, Unberechenbares.
Dann liegt am Fuß der Klippen eine zweite Leiche. Niemandem ist zu trauen. Und plötzlich ist Olivia verschwunden ...