Flirting with Frost - Silveroaks, Band 1 (Ungekürzt)
Kritik
Manchmal trifft man auf ein Buch, das einen sofort mitnimmt, ohne großes Getue – genau so geht es einem bei „Flirting with Frost“. Eliza Scott kommt in eine neue Stadt, will einfach nur neu anfangen und Abstand von allem, was Wunden in der Seele hinterlassen hat. Dass sie ausgerechnet mit drei Eishockeyspielern unter einem Dach landet, obwohl sie den Sport eigentlich meiden will, bringt ordentlich Feuer ins Spiel. Insbesondere die Funken zwischen Eliza und Connor, dem charismatischen Star-Verteidiger, machen die Geschichte lebendig und spannend.
Marina Maaß versteht es, die klassischen „Enemies to Lovers“-Klischees so locker und charmant zu inszenieren, dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag. Eliza ist kein naives Mädchen, sondern eine starke, verletzte Protagonistin, deren Entwicklung bewegend und glaubwürdig erzählt wird. Connor bringt mit seiner Mischung aus Körpereinsatz und Herz die perfekte Balance ins Geschehen. Der Schreibstil ist dabei angenehm flüssig und lebendig – ideal für alle, die locker-leichte, aber nicht oberflächliche Romantasy suchen.
Ein Punkt, der mir aufgefallen ist, betrifft die durchaus ernsten Hintergründe, die hier eingewoben sind. Themen wie toxische Beziehungen werden angesprochen und sorgen für Tiefe, können aber für manche Hörer:innen auch emotional herausfordernd sein. Das wird im Hörbuch auch sensibel umgesetzt, was ich sehr schätze. Dennoch hätte ich mir an manchen Stellen ein wenig mehr Tempo gewünscht, gerade am Anfang zieht sich die Handlung etwas.
Am Ende bleibt ein spannender Mix aus Humor, Herzklopfen und der ein oder anderen emotionalen Achterbahnfahrt. Wer auf eine Mischung aus Sport-Romance und tiefgründiger Gefühlswelt steht, ist bei „Flirting with Frost“ genau richtig – ein gelungener Auftakt, der neugierig auf mehr macht.
4 von 5 Sternen – weil die Geschichte mit ihren sprühenden Dialogen und echten Emotionen einfach überzeugt, auch wenn das Tempo hier und da noch Luft nach oben hat.