Wenn dir das hier gefiel …
Guten Morgen, schönes Wetter heute
Key Facts
Kritik
Manchmal braucht es nur einen kleinen Funken Hoffnung, um das Herz wärmer schlagen zu lassen – genau diesen Funken liefert Tanja Kokoska mit „Guten Morgen, schönes Wetter heute“. Die Geschichte dreht sich um Ina, eine Frau mit einer Portion Lebenserfahrung, die in einer kleinen Siedlung mitten in der Stadt lebt. Zwischen Tattoos, quirligen Nachbarn und dem ewigen Balanceakt, alleinerziehend zu sein, spürt man sofort: Hier geht es um mehr als nur Alltag. Es geht um Sehnsucht, um Nähe und um das kleine Glück, das sich oft im Verborgenen zeigt.
Ina und ihr kleiner Sohn Henry stehen im Zentrum, doch es sind die leisen Nebenfiguren, die das Buch so wirkungsvoll machen: Herr Bello mit seinem Faltenrock, die verträumten Wünsche von Samy oder Frau Arslan, die ihre Gedichte wie süße Geheimnisse verteilt. Jeder Charakter bringt eine Facette von Einsamkeit und Verbundenheit mit – und genau das hat mich total gepackt. Kokoskas Stil ist dabei wunderbar unprätentiös, locker-flockig mit einer Prise Humor, die nie übertrieben wirkt. Das Buch liest sich fast wie ein Plausch unter Freund:innen, bei dem man immer wieder schmunzeln und mitfühlen kann.
Ein kleiner Wermutstropfen ist vielleicht, dass die Handlung gelegentlich etwas vorhersehbar bleibt, was man in einer so warmherzigen Geschichte aber gerne verzeiht. Für Leser:innen, die auf rasante Spannung stehen, ist das hier sicher nicht der richtige Hit. Wer sich aber nach einem Buch sehnt, das ums Mitmenschliche kreist und einen mit einem guten Gefühl zurücklässt, ist hier goldrichtig.
Am Ende ist „Guten Morgen, schönes Wetter heute“ wie eine Einladung, die Welt mit ein bisschen mehr Wärme zu sehen – und genau das ist es, was ich mir von einem guten Buch wünsche. Für alle, die Herzgeschichten mögen, die so leicht sind, aber trotzdem emotional treffen, eine klare Empfehlung!
4 von 5 Sternen – weil es einfach schön tut, solche Menschen im Buch zu treffen.
Klappentext
Diesmal ist es etwas anderes. Darauf hofft Ina jedes Mal, wenn sie sich verliebt. Doch es geht immer schief. Sie arbeitet in einem Tattoo-Studio und wohnt mit ihrem Sohn Henry in der Siedlung »Am Kastanienbaum«, irgendwo mitten in einer großen Stadt. Dort gibt es noch mehr Menschen wie Ina, 1.583 genauer gesagt.
Ein anrührender Roman über das Alleinsein – und wie nah das Miteinander doch ist
Sie leben nah beisammen und bleiben doch allein. Da ist Herr Bello, der am liebsten im Faltenrock tanzt. Samy, der davon träumt, eine Ente zu streicheln. Und Frau Arslan, die Gedichte in Pralinenschachteln versteckt. Sie alle eint die Sehnsucht nach Glück und Verbundenheit.
»Wenn Sie dieses Buch beendet haben, wird Ihre Welt eine bessere sein. Ich verspreche es!« Florian Valerius @literarischernerd
Eines Tages macht Baggerfahrer Paco eine schicksalhafte Entdeckung: Eine Weltkriegsbombe liegt unter der Erde. Darauf geschieht in der Siedlung etwas Wundersames. Die Menschen kommen einander näher, als es möglich schien. Und Ina begegnet dem Mann, mit dem es etwas anderes ist.
Ein Gesellschaftsroman voller Wärme und zartem Humor über Freundschaft, Familie und Nachbarschaft
»Wäre Ina eine Minute später losgerannt, hätte sie Herrn Bello in seinem karierten Pyjama sehen können, wie er die Schlafzimmervorhänge aufzieht, das Fenster aufmacht und mit ernster Miene hinausschaut. Obwohl sie es eilig gehabt hätte, hätte Ina Herrn Bello zugewunken, sie kennt ihn vom Sehen, und Herr Bello hätte ›Guten Morgen‹ gesagt. Und damit hätte er an diesem Tag viel früher als sonst gesprochen. Es wäre eine flüchtige Begegnung gewesen, nichts Außergewöhnliches, nur ein kleiner Moment, der das Alleinsein überdeckt hätte.«