No good Doctor - Gray - Heroes of Heart's Edge, Band 2 (Ungekürzt)
Kritik
Wer hätte gedacht, dass ein Tierarztbesuch so spannend sein kann? „No good Doctor - Gray“ nimmt einen mit auf eine Reise ins charmante Städtchen Hearts Edge, wo nicht nur Pfoten und Schnauzen, sondern auch Herzklopfen jede Menge Raum bekommen. Ember ist die unkomplizierte Tierarzthelferin, die sich inmitten von überfürsorglichen Tierliebhabern und ihrem neuen, ziemlich unnahbaren Chef Doc wiederfindet – einem Mann, der nicht nur gut aussieht, sondern auch jede Menge Geheimnisse mit sich trägt.
Die Handlung dreht sich weniger um die tierischen Patienten, vielmehr um die zwischenmenschlichen Spannungen und die unterschwellige Gefahr, die sich um Doc und seine Vergangenheit rankt. Die prickelnde Chemie zwischen Ember und Gray bringt den Roman mit jeder Seite ein Stückchen näher an Romantik und ein paar Extraschichten Herzklopfen. Nicole Snow schreibt dabei leicht und locker, ihr Stil ist ungezwungen und lebendig, sodass man das Gefühl hat, bei einem guten Freund zu sitzen, der einem gerade diese Geschichte erzählt. Vor allem die unfassbar sympathische Ember und der geheimnisvolle Doc machen das Debüt zu einem echten Plus – authentisch, mit Humor gespickt und ohne dabei kitschig zu wirken.
Ein kleiner Wermutstropfen könnte sein, dass manche Situationen stellenweise etwas vorhersehbar sind, aber das tut dem Lesevergnügen kaum Abbruch. Wer auf bodenständige Romantik mit einer Prise Spannung steht und gern in eine Kleinstadtatmosphäre eintaucht, bekommt hier genau das Richtige geboten. Für Fans von Held-gegen-sich-selbst-Geschichten ist das Buch quasi ein kleines Must-Read.
Kurz gesagt: „No good Doctor - Gray“ macht einfach Spaß, sorgt für Schmunzeln und lässt einen neugierig auf den nächsten Teil der „Heroes of Heart's Edge“-Reihe zurück. Wer sich für stimmungsvolle Liebesgeschichten mit praktischen Pfotenwärmern begeistern kann, sollte hier unbedingt zugreifen.
Sterne: 4 von 5.