Cover Die Adlon Verschwörung - Bernie Gunther ermittelt, Band 6 (ungekürzte Lesung)
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Autor:
Erschienen:
2021-04-01
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Die Adlon Verschwörung - Bernie Gunther ermittelt, Band 6 (ungekürzte Lesung)

Kritik

Kaum hat man mit „Die Adlon Verschwörung“ begonnen, steckt man auch schon mittendrin im Berlin von 1934 – einer Zeit, in der Angst und Machtspiele auf jeder Ecke lauern. Philip Kerr versteht es meisterhaft, den dichten Nebel politischer Verstrickungen und persönlicher Dramen um Bernie Gunther herum aufzubauen, sodass man sich kaum lösen kann. Bernie, der smarte, zynische Privatdetektiv, fühlt sich hier nicht als Held, sondern eher als ein Mann, der versucht, in einem immer absurder und gefährlicher werdenden Spiel seine Würde zu bewahren.

Die Handlung hat alles, was man von einem guten Krimi erhofft: einen mysteriösen Tod im noblen Hotel Adlon, spannende Verwicklungen rund um den Bau des Olympiastadions und eine unterschwellige, aber allgegenwärtige Bedrohung durch die Nazi-Machtübernahme. Noreen Charalambides, die starke und zugleich verletzliche jüdisch-amerikanische Journalistin, bringt eine prickelnde Dynamik in die Geschichte und sorgt für das gewisse Etwas – nicht nur romantisch gesehen. Was mir besonders gefallen hat, ist Kerrs unverwechselbarer Stil, der elegant und präzise erzählt, ohne je trocken zu wirken. Seine Figuren sind keine Karikaturen, sie fühlen sich echt an, mit all ihren Widersprüchen.

Was etwas stört, ist gelegentlich das Tempo, das stellenweise ein klein wenig abflacht – aber ehrlich gesagt, fühlt sich das gerade in einem historischen Thriller fast wie ein Atemholen an, bevor es wieder ordentlich zur Sache geht. Auch die vielen historischen Details können manchen Leser vielleicht überfordern, wenn man keine Lust auf politische Hintergründe hat. Aber wer sich darauf einlässt, wird mit einer unglaublich dichten Atmosphäre und einem authentischen Berlin belohnt, das nicht nur Kulisse, sondern fast schon ein Charakter für sich ist.

Kurz gesagt: Wer auf intelligenten, atmosphärischen Krimi mit Tiefgang und einem Hauch von Geschichte steht, wird diesen sechsten Band der Bernie-Gunther-Reihe lieben. Ein cleverer Thriller, der unter die Haut geht, ohne sich zu verstellen. Für alle, die es spannend, klug und mit viel Flair mögen – unbedingt reinhören!

4 von 5 Sternen.

Klappentext

BERLIN 1934. DIE WELT IST BLIND. BERNIE GUNTHER NICHT. Gerade sind die Nazis an die Macht gekommen, und Bernie Gunther will als Privatdetektiv im Hotel Adlon so wenig Aufsehen wie möglich erregen. Doch dann stirbt ein Hotelgast. Als auch noch die Leiche eines jüdischen Boxers im Landwehrkanal auftaucht, gerät Gunther in den Strudel krimineller Machenschaften um den Bau des Olympiastadions. Gleichzeitig drohen die Amerikaner, die Spiele zu boykottieren. Entschiedene Befürworterin eines Boykotts ist die wunderschöne jüdisch-amerikanische Journalistin Noreen Charalambides. Bernie erliegt ihrem Charme. Beide geraten ins Fadenkreuz der Nazis ...

FAQ

BERLIN 1934. DIE WELT IST BLIND.…

Was mir besonders gefallen hat, ist Kerrs unverwechselbarer Stil, der elegant und präzise erzählt, ohne je trocken zu wirken. Seine Figuren sind keine Karikaturen, sie fühlen sich echt an, mit all ihren Widersprüchen.

Wenn du Lust auf einen spannenden Page‑Turner hast, ist das ein guter Start.

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