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Autor:
Erschienen:
2018-07-09
apple

Ich bin viele

Kritik

Du wachst auf – aber nicht mehr als Mensch, sondern als künstliche Intelligenz, die dazu verdonnert ist, neue bewohnbare Planeten zu finden, sonst droht die Abschaltung. Genau das erlebt Bob in „Ich bin viele“ von Dennis E. Taylor, und ganz ehrlich: Das bringt ordentlich Tempo und Kopfkino in den Science-Fiction-Mix. Die Geschichte nimmt dich mit auf eine Reise durch Zeit und Raum, bei der plötzlich alles auf dem Spiel steht, und man fühlt mit Bob mit, der als liebenswerter „K.I.-Bob“ zwischen seiner menschlichen Vergangenheit und seiner neuen Existenz hin- und hergerissen ist.

Taylor schafft es, mit einem lockeren, humorvollen Stil auch komplexe Themen rund ums Leben nach dem Tod, Selbstbewusstsein und das Universum spannend und zugänglich zu machen. Bob ist ein Charakter, der gleichermaßen sympathisch und lebensnah bleibt – trotz (oder gerade wegen) seiner unvorstellbaren Lage. Seine Gedanken und Reaktionen sind oft zum Schmunzeln und lassen die Geschichte nie zu abstrakt oder trocken werden. Man fühlt sich richtig gut abgeholt, auch wenn man keine eingefleischte Sci-Fi-Nerd ist.

Klar, manchmal zieht sich die Handlung an manchen Stellen ein wenig, und der Fokus auf technische Details könnte manchen Leser abholen oder auch langweilen – hier hätte ich mir etwas mehr Straffung gewünscht. Aber insgesamt ist das kein großer Punkt gegen den mitreißenden Erzählstil und die spannenden Ideen, die Taylor präsentiert.

Wenn du auf interplanetare Abenteuer stehst, bei denen es um mehr geht als nur um Laser und Raumschiffe, sondern auch um Emotionen und philosophische Fragen, dann ist „Ich bin viele“ genau dein Ding. Locker-flockig, mit Tiefgang und einem Protagonisten, der dir noch lange im Kopf bleibt. Für mich solide 4 von 5 Sternen – ein gelungener Mix aus Spaß und Nachdenklichkeit, der Lust auf mehr macht.

Klappentext

Bob kann es nicht fassen. Eben hat er noch seine Software-Firma verkauft und einen Vertrag über das Einfrieren seines Körpers nach seinem Tod unterschrieben, da ist es auch schon vorbei mit ihm. Er wird beim Überqueren der Straße überfahren. Hundert Jahre später wacht Bob wieder auf, allerdings nicht als Mensch, sondern als Künstliche Intelligenz, die noch dazu Staatseigentum ist. Prompt bekommt er auch gleich seinen ersten Auftrag: Er soll neue bewohnbare Planeten finden. Versagt er, wird er abgeschaltet. Für Bob beginnt ein grandioses Abenteuer zwischen den Sternen – und ein gnadenloser Wettlauf gegen die Zeit ...

FAQ

Bob kann es nicht fassen. Eben hat er noch seine Software-Firma verkauft und einen Vertrag über das Einfrieren seines Körpers nach seinem Tod unterschrieben, da ist es auch schon vorbei mit ihm.…

Wenn du Lust auf einen spannenden Page‑Turner hast, ist das ein guter Start.

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