Kraft der Veränderung: Die Kinder der Hansens 5
Kritik
Manchmal braucht es nur eine Geschichte, die einen packt und mitnimmt – „Kraft der Veränderung: Die Kinder der Hansens 5“ schafft genau das. Ellin Carsta entführt uns zurück ins Hamburg von 1927, wo die junge Generation der Hansens leidenschaftlich daran arbeitet, ein altes Kontor in ein Lichtspieltheater mit Restaurant zu verwandeln. Doch wie so oft läuft nicht alles nach Plan, und neben dem Bauchaos bahnen sich auch familiäre Krisen ihren Weg.
Im Mittelpunkt stehen Amala und Auguste, deren Mischung aus Optimismus und Trotz sofort ansteckt. Ihre Träume wirken greifbar, ihre Herausforderungen ehrlich. Parallel dazu ziehen dunklere Wolken auf: Helene Siegls Verlobter wird wegen eines Mordverdachts festgenommen, was die Familie an den Rand des Zusammenbruchs bringt. Und dann ist da noch Eduard, dessen Leben im Rausch von Reichtum und riskanten Geschäften plötzlich aus den Fugen gerät. Diese lebendigen Figuren fühlen sich alles andere als blass an – sie leben und atmen, man fiebert mit, ärgert sich und hofft.
Carsta versteht es meisterhaft, mit einem klaren, flüssigen Stil die Szenerie zum Leben zu erwecken, ohne sich in zu viel Detailballast zu verlieren. Etwas Luft hätte die Geschichte in manchen Passagen gut vertragen – gelegentlich hätte das Tempo ein wenig besser gesteuert sein können, um die Spannung noch zielsicherer hochzuhalten. Dennoch gleitet man angenehm durch die Seiten und bleibt neugierig auf das, was als Nächstes kommt.
Wer eine Mischung aus Familienepos, historischen Einblicken und einer Prise Krimi sucht, ist hier genau richtig. „Kraft der Veränderung“ begeistert mit viel Herz und einer Portion Realismus, die die Figuren nahbar macht. Für alle, die gern in vergangene Zeiten eintauchen und dabei starke Charaktere treffen wollen, ist dieses Buch ein Volltreffer.
Am Ende bleibt ein positives Gefühl und Lust auf mehr aus der Hansen-Welt – verdientermaßen 4 von 5 Sternen. Ein starker Band, der sowohl Fans der Reihe als auch Einsteiger gut unterhält.
Klappentext
Hamburg 1927: Die junge Generation der Hansens startet mit viel Elan in ihr Vorhaben, das alte Kontor in ein Lichtspieltheater mit Restaurant umzuwandeln. Doch die Bauarbeiten schreiten eher langsam voran und es gibt immer wieder unvorhergesehene Hürden. Gelingt es Amala und Auguste, ihren Traum zu verwirklichen? Helene Siegls Verlobter wird wegen Mordverdachts festgenommen. Niemand in der Familie kann glauben, dass Bernhard wirklich die Tat begangen hat. Doch die Schlinge der Kriminalpolizei zieht sich immer weiter zu. Eduard Ahrendsen fliegt mit seinem Kokain-Schmuggel in Berlin auf. Sein Leben auf großem Fuß ist damit schlagartig zu Ende und er steht vor den Scherben seiner Existenz. Schafft er den Sprung zurück in die geordneten Verhältnisse der Familie?