The Mistake – Niemand ist perfekt
Kritik
Manchmal braucht es eben nur einen kleinen Fehler, um das komplette Leben auf den Kopf zu stellen – und genau das passiert in „The Mistake – Niemand ist perfekt“. Der Auftakt dieser Geschichte katapultiert dich mitten ins Chaos, wenn Logan, der smarte College-Eishockeystar, ausgerechnet in das Zimmer von Grace stolpert – und damit den wohl chaotischsten ersten Eindruck aller Zeiten hinterlässt. Es funkt schnell, aber natürlich nicht ohne ordentlich Gegenwind.
Logan ist der klassische Player, der mit seinem Charme um sich wirft, während Grace mit ihrer zurückhaltenden und scharfzüngigen Art eher das Gegenteil zu sein scheint. Gerade diese Gegensätze machen die Dynamik zwischen den beiden so mitreißend und echt. Man fühlt sich mit den Figuren verbunden, weil Imperfektion hier kein Makel, sondern Teil der Geschichte ist. Elle Kennedys Schreibstil ist locker, flüssig und so lebendig, dass man die Kapitel fast verschlingt, während man zwischen Lachen, Augenrollen und Herzklopfen hin- und hergerissen ist.
Was mir besonders gefallen hat: Die Dialoge haben diesen wunderbaren „Du weißt genau, was ich meine“-Ton, der das Ganze charmant und echt macht. Außerdem ist die Entwicklung der Figuren nachvollziehbar und ohne kitschige Übertreibungen. Klar, das Setting – College, Eishockey, Party-Abende – ist nicht neu, aber hier fühlt es sich frisch und liebevoll erzählt an. Ein kleiner Wermutstropfen ist vielleicht, dass manche Klischees einfach nicht ausbleiben, was den Überraschungseffekt etwas mindert. Aber mal ehrlich: Das ist fast unvermeidlich in diesem Genre und stört den Lesespaß keineswegs.
Kurzum: Wer auf hinreißende Charaktere, spritzige Dialoge und eine romantische Achterbahnfahrt steht, für den ist dieser Roman genau richtig. Wer komplexe, tiefgründige Literatur sucht, sollte eher woanders schauen. Für alle anderen gilt: Zugreifen und genießen!
Ich vergebe 4 von 5 Sternen. Ein locker-flockiger Herzensbrecher mit Eishockey-Flair, der Lust auf mehr macht.