In Her Own League
Kritik
Manchmal fühlt sich eine Geschichte einfach wie ein Heimspiel an – „In Her Own League“ ist genau so ein Buch. Die Rückkehr in die Windy City ist nicht nur ein choreografiertes Nebensächliches, sondern ein echter Herzmoment: Hier spielt die Heimat und all die Menschen eine Rolle, die man insgeheim schon als Freunde betrachtet hat.
Liz Tomforde entwirft wieder eine Welt, in der Sport mehr ist als nur Wettkampf, es geht um Leidenschaft, Teamgeflüster und natürlich ums Herzklopfen abseits des Spielfelds. Im Fokus stehen Monty Montgomery, den man schon aus früheren Büchern kennt, und Reese Remington, deren Wege sich endlich kreuzen – das knistert ordentlich. Beide Charaktere sind vielschichtig, nicht perfekt, was sie umso sympathischer macht. Monty ist diese Mischung aus geballter Power und verletzlicher Tiefe, während Reese mit ihrem Ehrgeiz und ihrer Schlagfertigkeit ordentlich punkten kann.
Der Schreibstil von Tomforde liest sich locker und mitreißend, fast so, als würde man bei einem lockeren Plausch von Freunden lauschen. Die Dialoge sind scharf, manchmal witzig, immer authentisch – genau die richtige Würze für eine Sports Romance mit ordentlich Dampf unter der Haube. Die Balance zwischen Action auf dem Spielfeld und den emotionalen Momenten klappt prima.
Als kleines Manko empfand ich, dass manches Klischee des Genres sehr vertraut bleibt, also wer schon viel Sports Romance gelesen hat, könnte das eine oder andere vorhersehbar finden. Und ja, das Spice-Level von 4 von 5 sorgt durchaus für feurige Lesestunden – nicht ganz ohne Grund, also kein Buch, das man mal eben nebenbei liest, wenn’s eher gemütlich sein soll.
Unterm Strich ist „In Her Own League“ genau das richtige Buch für alle, die auf charmante, lebendige Charaktere, eine Wärme ausstrahlende Kulisse und eine prickelnde Portion Leidenschaft stehen. Kein literarisches Meisterwerk, aber ein verdammt unterhaltsames Wohlfühlpaket für Fans von Sports- und Workplace-Romance. Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen. Wer die Mischung mag, wird hier definitiv sein Herz verlieren.
Klappentext
In der Windy City haben wir uns in sie verliebt: Zanders, Ryan, Kai, Isaiah und Rio. Aber es gibt einen Mann, zu dem die jungen Sportler alle aufgeblickt haben: "Monty" Montgomery.
Monty kennt ihr seit "Caught Up".
Monty wiederum kennt Reese Remington seit "Play Along"
Es wird Zeit, dass die beiden zusammenkommen – oder?
Ungekürzte Lesung mit Rebecca Veil, Philipp Oehme
14h 30min
Enthaltene Tropes: Sports Romance, Workplace Romance
Spice-Level: 4 von 5