Wenn dir das hier gefiel …
Adrians Gefährtin
Key Facts
Kritik
Manchmal sticht ein Buch genau dann ins Herz, wenn man es gar nicht erwartet – so ging es mir mit „Adrians Gefährtin“ von Tamsin Ley. Schon die Vorstellung eines einsamen Pumawandlers, der plötzlich auf eine taffe Hexe ohne Magie trifft, klingt nach einer Kombination, die neugierig macht – und genauso ist es auch. Die Handlung bringt zwei Figuren zusammen, die eigentlich nicht zueinanderpassen: Adrian, der ewig Außenseiter unter den Gestaltwandlern, und Darcy, die unbedingt in den Hexenzirkel aufgenommen werden will. Die Spannung entsteht sofort, als Adrian Darcy vor einem Angriff rettet und plötzlich mehr fühlt, als er je für möglich gehalten hätte.
Was ich besonders mochte, war die Dynamik zwischen den beiden Hauptfiguren. Adrian mit seinem rauen, fast melancholischen Charme und Darcy, die vollkommen eigenständig, mutig und ein bisschen stur ihre eigenen Ziele verfolgt. Es entsteht kein Kitsch, kein übertriebenes Drama, sondern ein lockerer, fast greifbarer Umgang miteinander, der vom ersten Moment an fesselt. Tamsin Leys Schreibstil ist angenehm flüssig, bildhaft und trotzdem ohne unnötige Ausschweifungen – perfekt für alle, die gern in fantastische Welten abtauchen, aber auch Wert auf echte Charaktertiefe legen.
Natürlich gibt es hier und da Momente, in denen die Handlung etwas vorhersehbar wirkt, und mit knapp bemessenen Seiten bleibt manches Potenzial ungenutzt. Trotzdem stört das kaum, weil die emotionale Spannung und die Charakterchemie das wunderbar wettmachen. Wer also Lust auf eine romantische, aber keine kitschige Geschichte mit einem Hauch Magie und wilden Gestaltwandlern hat, ist hier goldrichtig.
Kurz und knapp: „Adrians Gefährtin“ ist eine charmante kleine Novelle, die mit Herz und Biss punktet – perfekt für alle, die eine locker-leichte Fantasy-Romanze suchen, bei der es nicht nur um Liebe, sondern auch um Selbstfindung geht.
🌟🌟🌟🌟 (4 von 5 Sternen)
Klappentext
Geboren in eine Familie aus Wölfen ist es Adrian Stone, einem Pumawandler, niemals gelungen, sich der Gestaltwandlergemeinde anzunähern. Er hat sich damit abgefunden, sein Leben allein zu verbringen. Als er eine hinreißende, entschlossene Menschenfrau rettet, die nach Katzenminze duftet und sein Tier zum Schnurren bringt, schockiert ihn das bis ins Mark. Sein Puma will diese Frau als seine Gefährtin, sie jedoch will weiterhin eine Hexe werden …
Eine Hexe ohne Magie
Darcy Mae ist entschlossen, dem Hexenzirkel ihrer Tante beizutreten und damit die Fehler ihrer Mutter auszulöschen. Nur eine Zutat benötigt sie noch für die Herstellung eines Zaubertranks, mit dem es gelingen soll, endlich die Aufnahmeprüfung zu bestehen. Auf der Suche nach der Wurzel wird sie von einem Grizzly angegriffen. Ein Puma rettet sie, der sich daraufhin in einen Mann mit beeindruckenden Bauchmuskeln und goldenen Augen verwandelt. Schnell bemerkt sie, dass sie ihm nicht widerstehen kann.
Eine Verbindung, die Probleme mit sich zieht … Können die beiden trotzdem zueinanderfinden?
Achtung: Diese Novelle ist nicht für Leser unter 17 Jahren geeignet.