Multiversum: Transport, Band 9
Kritik
Kaum hat man sich in den entspannten Rhythmus von Russells Ruhestand eingegroovt, zack – schon ist man mitten im galaktischen Chaos. Phillip P. Peterson nimmt uns in „Multiversum: Transport, Band 9“ erneut mit auf eine waghalsige Reise durch Zeit und Raum, bei der Ruhestand ein Fremdwort wird. Wenn dein innerer Weltraumabenteurer auf Zukunftsängste und temporeiche Action steht, bist du hier goldrichtig.
Die Story startet gelassen in Afrika und katapultiert uns dann schnurstracks zur Mondbasis, wo ein streng geheimes Experiment das Schicksal der Menschheit auf’s Spiel setzt. Russell und sein Sohn Jim sind mal wieder die absoluten Helden – bodenständig, clever und doch zutiefst menschlich, was dem manchmal komplexen Hard-SF-Korsett eine schöne Portion Herzstück verpasst. Wer bangt nicht gerne mit, wenn Vater und Sohn sich durch politische Intrigen, interstellare Verfolgungsjagden und Zeitparadoxien schlagen?
Petersons Schreibstil ist genau die richtige Mischung aus präziser Wissenschaft und fesselnder Erzählkunst. Er erklärt schwierige Konzepte so, dass man nicht das Gefühl hat, eine Raketenwissenschaft-Vorlesung zu hören, sondern wirklich gebannt umblättert. Zwischendurch dachte ich mir öfter: „Mann, endlich mal wieder Spannung und Verstand im Sci-Fi-Dschungel!“ Aber so sehr mir das Tempo gefiel, manchmal hätte die Handlung ein bisschen mehr Atempause vertragen können – die rasanten Szenen ballern einen mit voller Wucht, da freut man sich auch mal über einen ruhigeren Moment zum Durchatmen.
Was mir besonders ins Auge gestochen ist: die eindringliche Atmosphäre und der emotionale Unterbau trotz all der Technik. Peterson vergisst nicht, dass hinter den großen Fragen nach Überleben und Zukunft echte Menschen stehen – das macht den Unterschied und lädt zum Mitfiebern ein.
Fazit: Wenn du Lust auf einen smarten Mix aus gnadenloser Spannung, Science-Fiction mit Hirn und einer Prise Familien-Dynamik hast, solltest du bei „Multiversum: Transport 9“ unbedingt reinschauen. Ein bisschen Hirnschmalz und viel Adrenalin sind garantiert. Für Fans von durchdachtem und actionlastigem Sci-Fi definitiv eine Empfehlung.
** (4 von 5 Sternen)