Wenn dir das hier gefiel …
Die kleine Mühle am Wiesenbach
Key Facts
Kritik
Manchmal reichen schon die ersten Seiten, um sich in eine Geschichte zu verlieben – so ging es mir mit „Die kleine Mühle am Wiesenbach“ von Leonie Fröhlich. Lisa, die mit dem blauen Himmel und den Kindheitserinnerungen der Eifel verbunden ist, nimmt nicht einfach nur einen alten Hof unter ihre Fittiche, sie kämpft um ein kleines Stück Heimat und einen neuen Anfang. Klingt vertraut? Ja, aber gerade diese bodenständige Wärme macht das Buch so süchtig.
Im Kern geht es um den Zauber der Vergangenheit und den Mut, Träume trotz aller Widrigkeiten zu verfolgen. Lisa, deren Entschlossenheit sofort ansteckend wirkt, trifft auf Vincent und Simon – zwei Typen, denen man sofort die Daumen drückt. Besonders die Dynamik zwischen den Charakteren hat mich abgeholt: kein Klischee-Karusell, sondern echte Begegnungen, die leicht und manchmal herrlich chaotisch wirken. Leonie Fröhlichs Schreibstil ist dabei ein echter Pluspunkt: locker, lebendig und mit so viel Bildsprache, dass ich fast den Duft von frischem Mehl und den Klang des plätschernden Bachs vor mir hatte. Kleine Alltagssituationen werden mit einem Augenzwinkern erzählt, was der Story viel Charme verleiht.
Natürlich ist die Geschichte etwas vorhersehbar, hier und da könnte sie ein wenig mutiger sein – aber wer ein Buch sucht, das das Herz streichelt, ohne zu überfordern, ist nahe dran an einem Volltreffer. Etwas mehr Tiefgang hätte einigen Figuren gutgetan, aber das möchte ich auch gar nicht zu streng bewerten. Es ist eben die sommerliche Wohlfühllektüre, die man einfach gern zur Hand nimmt, wenn man nach einem hektischen Tag ein wenig Pause braucht.
Kurz gesagt: Wer Romantik mag, die nicht zu kitschig wird, und sich gern auf eine charmante Reise in ländliche Idylle einlässt, findet in „Die kleine Mühle am Wiesenbach“ genau den richtigen Lesestoff. Für mich eine klare 4 von 5 Sternen – herzlich, unkompliziert und wunderbar entspannend. Perfekt für alle, die gern mitfiebern und dabei das Rauschen des Baches im Ohr haben wollen.
Klappentext
Als Lisa erfährt, dass der Reiterhof in der Eifel, wo sie als Kind immer die Ferien verbracht hat, zwangsversteigert werden soll, fasst sie kurzerhand einen Entschluss: Sie nutzt ihre gesamten Ersparnisse, um den Hof samt Mühle zu erwerben. Im Wiesenbachtal angekommen, trifft sie der Schlag: Das Gebäude ist vollkommen verwahrlost.
Durch Zufall lernt sie Vincent kennen, den Sohn des Geschäftsführers einer großen Bäckerei-Kette. Er und auch sein bester Freund Simon, ein charmanter Bio-Bäcker, helfen Lisa dabei, ihren Traum zu verwirklichen: Sie will die alte Getreidemühle wieder in Betrieb nehmen und hochwertiges Mehl herstellen. Doch schon bald gerät Lisas Herz gefährlich aus dem Takt ...
Zauberhaft wie eine Blumenwiese, malerisch wie das Rauschen eines kleinen Baches, romantisch wie der Sternenhimmel - das ist die kleine Mühle am Wiesenbach!
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