Roth - Schattenmann - Konstantin Roth ermittelt, Band 1 (Ungekürzt)
Kritik
„Roth – Schattenmann“ hat mich von der ersten Minute an gepackt. Da sitzt man gemütlich auf dem Sofa, hört der Stimme des Erzählers zu und merkt schnell: Hier geht’s nicht nur um einen simplen Suchauftrag, sondern um richtig dunkle Ecken, die Konstantin Roth aufdecken muss. Verschwundene Personen, alte Wunden, ein Mord, der alles auf den Kopf stellt – das ist keine leichte Kost, aber genau das macht den Nervenkitzel aus.
Konstantin Roth als Privatdetektiv wirkt authentisch – kein übertriebener Held, sondern ein Typ mit Ecken und Kanten, der auch mal zweifelt und spürt, wie seine Vergangenheit ihn einholt. Gerade diese Mischung aus Profi und verletzlichem Menschen hat mir super gefallen. Der Schreibstil von Gerlinde Friewald ist schlüssig und flüssig, die Spannung baut sich schön Schritt für Schritt auf, ohne sich zu sehr in Details zu verlieren. Dabei bleibt die Atmosphäre stets dicht und fesselnd, fast wie ein guter Film im Kopf.
Klar, ein paar Stellen hätten für meinen Geschmack noch knackiger sein können – hier und da zieht sich das Tempo ein bisschen. Aber das wird durch die komplexe Handlung und die gut ausgearbeiteten Charaktere schnell ausgeglichen. Insgesamt schafft es Friewald, den Hörer bis zum Ende zu fesseln, ohne den roten Faden zu verlieren.
Wer Lust auf einen Thriller hat, der nicht nur oberflächlich Nervenkitzel bietet, sondern auch tief in die Psyche seines Protagonisten eintaucht, ist mit „Roth – Schattenmann“ bestens bedient. Für Fans von Ermittlern, die mehr als nur ihr Job sind, eine klare Empfehlung.
Ich vergebe 4 von 5 Sternen – ein spannender Auftakt, der Lust auf mehr macht!