Geister - Thriller ( John Milton 4 )
Kritik
Manchmal zieht einen eine Geschichte sofort in ihren Bann, und genau dieses Gefühl hatte ich bei „Geister“ von Mark Dawson. John Milton ist nicht irgendein Agent – er ist ein hochgefährlicher Einzelgänger mit Fähigkeiten, die man nur aus Actionfilmen kennt. Diesmal steht er mitten in einem tödlichen Katz-und-Maus-Spiel zwischen russischen und britischen Geheimdiensten, und ganz ehrlich, Spannung pur ist hier vorprogrammiert.
Die Handlung ist knackig und schnell, ohne dabei an Tiefe zu verlieren. Milton kämpft nicht nur gegen äußere Bedrohungen, sondern auch mit inneren Dämonen, was ihn menschlich und greifbar macht. Die Begegnung mit der russischen Agentin bringt frischen Wind in die Geschichte und sorgt für die nötigen überraschenden Wendungen. Dawson versteht es, seinen Thriller mit einem Hauch von kalter, karger Spannung zu würzen, die gerade Fans von Agententhrillern mögen werden.
Was mir besonders gefällt: Der Schreibstil ist schnörkellos und direkt, hält das Tempo hoch und zieht einen gleichzeitig in Miltons komplizierte Welt hinein. Die Charaktere sind stark gezeichnet, vor allem Milton – kantig, clever und doch mit einem Funken verletzlicher Menschlichkeit. Die Geschichte schafft es, dass man mitfiebert und erst loslässt, wenn die letzte Seite umgeblättert ist.
Ein kleines Manko? Ab und zu hätten ein paar mehr Hintergrundinfos Milton noch etwas runder gemacht, besonders für LeserInnen, die nicht alle Vorgänger kennen. Aber der Sog der Handlung wiegt das problemlos auf.
Fazit: Wer Lust auf einen packenden, schnellen Thriller mit einem ungewöhnlichen Helden hat, wird hier bestens bedient. Für Fans von Spionage, Intrigen und gefährlichen Allianzen ist „Geister“ ein echtes Highlight.
4 von 5 Sternen – spannend, smart und mit ordentlich Pfeffer!