Hot Like Clay - Kentucky Love
Kritik
Manchmal braucht es nur eine Unterschrift, um das Leben ordentlich durcheinanderzuwirbeln – das bekommt Evelyn in „Hot Like Clay - Kentucky Love“ ganz schnell zu spüren. Wer auf Geschichten steht, bei denen urbane Coolness auf raue Wildnis trifft, ist hier goldrichtig. Evelyn, eine ambitionierte Bildhauerin und gestresste Anwaltsassistentin, will eigentlich nur ihre Kunst nach Chicago bringen. Doch dann steht Clay im Weg – ein kerniger Typ aus Kentucky, der mit seinen eigenen Dämonen kämpft und mit einem lässigen „Nein“ zur Unterschrift sofort klar macht: Hier läuft nichts nach Drehbuch.
Der Reiz der Geschichte liegt nicht nur in der prickelnden Spannung zwischen den beiden, sondern auch in den klar gezeichneten Charakteren, die lebendig aus der Seiten springen. Evelyns Schlagfertigkeit macht jede Szene unterhaltsam, während Clay mit seiner rauen Art und dem verschlossenen Inneren den perfekten Gegenpart bildet. Der Schreibstil der drei Autoren ist locker-flockig, ohne dabei an Substanz zu verlieren – man fliegt förmlich durch die Kapitel. Das Zusammenspiel der verschiedenen Perspektiven macht den Lesefluss noch dynamischer.
Klar, manchmal schleicht sich der Klassiker „Streit, Nähe, Streit“ ein, und ein wenig mehr Tiefe bei Clay hätte das Ganze noch unverwechselbarer gemacht. Aber das schmälert kaum das vielschichtige Gefühlskino, das sich zwischen Humor, Spannung und gefühlvollen Momenten entfaltet.
Wer Lust auf einen Mix aus modernem Liebesroman und ländlicher Atmosphäre hat, der warm ums Herz macht und trotzdem mit klaren Kanten punktet, sollte hier zugreifen. „Hot Like Clay - Kentucky Love“ ist die perfekte Lektüre für laue Abende, an denen man sich nach einem kleinen Abenteuer sehnt.
4 von 5 Sternen – weil das Buch genau das hält, was es verspricht: heiße Gefühle, ein bisschen Chaos und eine Prise Liebe in der wilden Welt Kentuckys.