Teuflische Provence - Ein Fall für Commissaire Leclerc - Der vierzehnte Fall für Albin Leclerc, Band 14 (ungekürzt)
Kritik
Kaum hat man die erste Seite aufgeschlagen, lässt einen die Hitze der Provence nicht mehr los – und auch Commissaire Leclerc steckt mitten drin in einem Fall, der so seltsam wie packend ist. Ein toter Chorleiter, eine verbotene Melodie und Geheimnisse, die zwischen Lavendelsträuchern flüstern – das klingt nicht nur spannend, das fühlt sich richtig an.
In „Teuflische Provence“ mischt sich gekonnt die entspannte Leichtigkeit der südfranzösischen Landschaft mit düsterer Krimi-Stimmung. Albin Leclerc, ehrgeizig und gleichzeitig mitfühlend, bleibt auch im vierzehnten Band dieser Reihe ein sympathischer Ermittler, dem man gern auf die Spur folgt. Besonders die Zusammenarbeit mit der intelligenten Handschriftenexpertin Camille Dumont bringt frischen Wind ins Team – und sorgt für die nötigen Aha-Momente, wenn es darum geht, das mysteriöse „Teufelslied“ zu entschlüsseln.
Pierre Lagrange schreibt klar und flüssig, ohne sich in zu viel Fachchinesisch zu verlieren. Die Atmosphäre ist fast greifbar, und die Figuren wirken lebendig, hier und da mit einem charmanten Augenzwinkern. Man muss kein Provenze-Kenner sein, um sich von der Geschichte mitreißen zu lassen, aber die kleinen Details und Beschreibungen sorgen definitiv für zusätzlichen Genuss.
Ein kleiner Wermutstropfen: Manche Wendungen fühlen sich ein bisschen vorhersehbar an oder werden etwas zu schnell abgehandelt – gerade wenn man schon ein paar Krimis hinter sich hat. Aber hey, das schmälert den Spaß nicht wirklich, vor allem weil die Story trotzdem mit genug Spannung und überraschenden Elementen aufwartet.
Fazit: Wer Lust auf einen gut durchdachten, atmosphärischen Krimi mit einer Prise Provence-Flair hat, ist bei diesem 14. Fall von Commissaire Leclerc genau richtig. Kein High-End-Detektiv-Thriller, aber ein angenehmer, unterhaltsamer Begleiter, der Lust auf mehr macht.
4 von 5 Sternen.